Diskussionsabend des Partnerschaftsvereins und der Landjugend Osterwick
Welchen Preis verdient die Mode?

Rosendahl. Es ist ein Thema, das jeder am eigenen Leibe trägt: Kleidung. Oft werden Jeans, T-Shirts und Pullover für kleines Geld angeboten – und es scheint, als unterbieten sich einige Modeketten gegenseitig mit niedrigen Preisen. Doch wer trägt die Kosten für die Kleidung, die in den Geschäften liegt? Wie kann es sein, dass der Preis immer weiter zu fallen scheint, obwohl Umwelt- und Arbeitskosten tendenziell steigen? Und wie sieht es „hinter den Kulissen“ aus, in der Produktion, von der der Käufer nichts mitbekommt?

Dienstag, 03.03.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 06:03 Uhr
Diskussionsabend des Partnerschaftsvereins und der Landjugend Osterwick: Welchen Preis verdient die Mode?
Von der Produktion ihrer Mode bekommen Konsumenten in der Regel nichts mit. Am Donnerstag (5. 3.) soll „hinter die Kulissen“ geblickt und die Frage beantwortet werden, welchen Preis Mode verdient. Foto: Femnet

Der Partnerschaftsverein widmet sich in Kooperation mit der Landjugend Osterwick am Donnerstagabend (5. 3.) diesem Thema. „Der wahre Preis der Mode geht alle etwas an“, sagt Monika Klein, Vorsitzende des Vereins. Besonders junge Menschen möchte der Verein mit der Veranstaltung ansprechen. „Denn es sind vor allem Jugendliche, die sich mit Mode beschäftigen.“ Der Verein möchte nicht mit erhobenem Zeigefinger auf die jungen Menschen einreden, „vielmehr möchten wir das Bewusstsein schärfen. Damit können die Jugendliche ihren eigenen Modekonsum überdenken“, so Klein.

An dem Abend soll auch thematisiert werden, was jeder Einzelne tun kann, um beispielsweise nachhaltiger einzukaufen oder wie die oft schlechten Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern verbessert werden können. Dazu wird zu Beginn die etwa halbstündige Dokumentation „The True Cost“ von Regisseur Andrew Morgan gezeigt. Er erforscht die Zusammenhänge von Mode und Textilindustrie, die einen weitreichenden Einfluss auf das Leben von Menschen rund um den Globus haben, heißt es in der Filmbeschreibung. Dazu spricht er mit einflussreichen Modegrößen und besucht Laufstege, auf denen Models die neueste „Haute Couture“ präsentieren. Darüber hinaus reist Morgan in seiner Doku aber auch in die Slums armer Länder. „Anschließend möchten wir mit den Jugendlichen darüber ins Gespräch kommen“, so Klein. Dazu wird Referentin Marijke Mulder von Femnet aus Bonn zugegen sein. Femnet setzt sich mit politischem Engagement, Bildungs- und Beratungsarbeit für die Rechte von Frauen in der globalen Bekleidungsindustrie ein, berichtet Klein.

7 Beginn am Donnerstag (5. 3.) ist um 19.30 Uhr im großen Sitzungssaal im Rathaus. Eingeladen sind alle Interessierte aus Rosendahl und Umgebung, besonders Jugendliche sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

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