Aufstellungsversammlung im Haus Grüner
CDU: Kein eigener Bürgermeister-Kandidat

Rosendahl. Die CDU wird bei der anstehenden Bürgermeisterwahl am 13. September keinen eigenen Kandidaten stellen. Diesen Vorstandsbeschluss verkündete Anneliese Haselkamp, Vorsitzende des Gemeindeverbandes, am Mittwochabend bei der Aufstellungsversammlung der Union.

Freitag, 13.03.2020, 06:00 Uhr
Aufstellungsversammlung im Haus Grüner: CDU: Kein eigener Bürgermeister-Kandidat
Mit Teamwillen und neuen Gesichtern im Gemeindeverband schaut die CDU optimistisch auf die Wahlen und will die Gemeinde weiterhin mitgestalten. Foto: Leon Seyock

„Bei der Findung eines geeigneten Kandidaten aus unseren Reihen haben wir die Meinung der Rosendahler mit einbezogen“, leitete Haselkamp ein. Das habe gezeigt, dass ein Großteil mit der Arbeit des aktuellen Bürgermeisters Christoph Gottheil zufrieden ist. „Auch wir vom Vorstand können eine gute Zusammenarbeit verzeichnen“, so Haselkamp. Deshalb sei die Findung und Unterstützung eines eigenen Kandidaten „äußerst schwierig“ und man habe sich dazu entschieden, keinen Gegenkandidaten zu stellen. Ratsmitglied Ewald Rahsing pflichtete ihr bei und bestätigte, dass die Arbeit mit dem amtierenden Bürgermeister „konstruktiv, kollegial und fair“ ist und er durchaus auch die Meinung der CDU vertreten würde. Mit großer Mehrheit stimmten die Mitglieder der CDU dem Vorstandsbeschluss zu.
In der Besetzung der 13 Wahlbezirke für die Kommunalwahl setzt die CDU auf eine Mischung aus jahrelangen und erfahrenen Ratsmitgliedern und neuen Gesichtern. Unter anderem kandidiert Günter Pirkl zum ersten Mal: „In meiner Dienstzeit bei der Polizei hatte ich nicht die Zeit, Politik mitzugestalten. Das möchte ich aber jetzt tun“, sagte der 65-Jährige. Er tritt für den Wahlbezirk sieben an, für den Bezirk vier hat die CDU erstmalig Julia Mühlenkamp aufgestellt. Im Wahlbezirk 13 kandidiert der junge Landwirt Heinrich Feldmann neu.
Unter den 13 Wahlbezirks-Kandidaten finden sich zwei Frauen – damit ist die vom Kreisverband Coesfeld festgesetzte Frauenquote von einem Drittel weit unterschritten. „Manchmal ist es so, dass keine geeigneten Kandidatinnen für mehrere Wahlbezirke gefunden werden können. Das kann auch persönliche Gründe haben“, hakte Geschäftsführer Hans-Peter Egger ein.
Alle Kandidaten für den Gemeinderat wurden von 38 Stimmberechtigten mit großer Mehrheit gewählt.
„Wir sind die Union in Rosendahl. Unsere Aufgabe ist es, Politik für die Bürger vor Ort zu machen“, machte Anneliese Haselkamp deutlich. Dieses Zeichen wolle die CDU auch weiterhin streuen. „Wir machen das gut, die Wählerzahlen geben uns Recht. Das wollen wir beibehalten“, blickte sie voraus. Vieles sei „im Fluss“ und die Mitglieder der CDU zeigten guten Teamwillen. „Gesamtpolitisch gesehen bemühen wir uns, dass es in Rosendahl keine Alternative gibt“, betonte Haselkamp – und erntete von den Anwesenden Applaus.
Zugegen war bei der Aufstellungsversammlung auch Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der Aktuelles aus dem Kreistag berichtete. Das beherrschende Thema sei das Coronavirus – der Kreis wolle Maßnahmen mit den Kommunen abstimmen, „um kreisweit einheitlich vorzugehen“, so der Landrat. Im Fokus der Kreisverwaltung sei zudem eine Optimierung des Rettungsdienstes, die Digitalisierung sowie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Anneliese Haselkamp, zugleich stellvertretende Landrätin, pflichtete Schulze Pellengahr bei: „Vor allem unsere älteren Mitbürger sind dankbar für eine Verbesserung des Nahverkehrs.“ Ein Thema, das in der kommenden Wahlperiode vertieft werden soll. Anneliese Haselkamp sprach für Rosendahl: „Wir haben die Gemeinde in der Vergangenheit maßgeblich mitgestaltet. Es sollte unser Ansporn sein, dass es so weitergeht.“

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