Die Arbeiten am Anbau des Seniorenheims in Osterwick gehen stetig voran
Umzug noch in diesem Jahr geplant

Osterwick. Mitte März wäre normalerweise das Richtfest gefeiert worden – normalerweise. „Das Coronavirus hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Christoph Klapper, Leiter der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian. Dabei zeigen die abgesagten Feierlichkeiten rund um den fertiggestellten Dachstuhl aber eines ganz deutlich: Der Anbau an das Seniorenheim geht seit Baubeginn im Oktober 2019 stetig voran.

Montag, 18.05.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 18.05.2020, 06:03 Uhr
Die Arbeiten am Anbau des Seniorenheims in Osterwick gehen stetig voran: Umzug noch in diesem Jahr geplant
Seit Oktober 2019 laufen die Arbeiten am Neubau des Seniorenheims zu den Heiligen Fabian und Sebastian in Osterwick – Ende des Jahres sollen bereits die ersten Bewohner einziehen. Foto: Leon Eggemann

„Aktuell sind die Trockenbauer wohl bis Ende kommender Woche fertig, die Elektroinstallationen liegen schon und die Klempner-Vorarbeit ist auch fast abgeschlossen“, zählt Klapper auf, weiß aber auch, dass noch so manches zu tun ist. „Es folgt noch der Putz, die Installation der Heizung und der Elektrotechnik.“ Auswirkungen auf den Zeitplan habe die Coronakrise nicht: „Die beauftragten Firmen sind allesamt sehr ortsnah. Das ist ein großer Vorteil, die Anreise zur Baustelle ist kurz und auch von der Logistik her ist es einfacher“, erklärt der Leiter des Seniorenheims. Deshalb spreche nichts dagegen, dass die ersten Bewohner gegen Ende des Jahres in den Neubau einziehen können. „Dort ziehen diejenigen ein, die sich aktuell noch ein Zimmer teilen. Für den einen geht es in den Neubau, der andere bleibt im bisherigen Zimmer“, erläutert Klapper. Diese Einzimmerquote sei schließlich die Motivation gewesen, den Anbau zu machen. „Es ist zeitgemäß, dass jeder Bewohner sein eigenes Zimmer hat“, fügt er hinzu. Derzeit bietet das Seniorenheim 66 Zimmer, 19 davon sind noch doppelt belegt. „Durch die zwei neuen Wohngruppen werden es bald 88 Zimmer sein“, freut sich Klapper.

Im Neubau entsteht neben Wohnraum aber noch etwas anderes: „Im Erdgeschoss wird eine Tagespflege für 18 Tagesgäste gebaut“, sagt Klapper. Ab Januar sollen die ersten Gäste die Möglichkeit haben, diese aufzusuchen. „Für die Tagespflege als eigenständiger Bereich werden wir knapp zehn bis 15 neue Mitarbeiter einplanen“, verrät Klapper. Neuanstellungen seien für den Wohnbereich dagegen nicht notwendig. Schließlich bleibe die Platzzahl mit 85 Bewohnern gleich. „Unsere Mitarbeiter haben bald allerdings längere Wege“, weiß Klapper. Bereits im aktuellen Wohnbereich würden diese pro Schicht acht Kilometer laufen. „Die Wegstrecke wird sich nun um knapp ein Drittel verlängern, das werden wir natürlich berücksichtigen“, versichert er.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7413760?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F7095333%2F947623%2F
Nachrichten-Ticker