Karin Emming berichtet in der Versammlung des Schulzwecksverbandes
Zweifacher Standort macht sich bezahlt

Rosendahl/Legden. Es herrscht wieder Leben in der Sekundarschule Legden/Rosendahl – „Ich habe Kinder noch nie mit so einer Freude in die Schule kommen sehen“, schilderte Schulleiterin Karin Emming in der Versammlung des Schulzwecksverbandes die derzeitige Situation. „Die Schüler sind sichtlich froh, wieder in die Schule zu gehen – wenn auch unter den derzeitigen Auflagen.“

Donnerstag, 21.05.2020, 06:54 Uhr
Karin Emming berichtet in der Versammlung des Schulzwecksverbandes: Zweifacher Standort macht sich bezahlt
Passender Abstand und jeder Schüler auf seinem zugeteilten eigenen Platz: So sieht zurzeit bei der Sekundarschule, hier am Standort in Legden, aus. Laut Schulleiterin Karin Emming hätten sich die Kinder sehr gut an die derzeitige Situation angepasst. Fotos: privat Foto: az

So sind aktuell alle Klassen in zwei Gruppen unterteilt, dazu hat jede dieser Gruppen einen festen Klassenraum und auch die Sitzordnung der Schüler ist mit passenden Abstand immer gleich. „Sie halten sich sehr diszipliniert und verantwortungsbewusst an die Regeln“, lobte Emming das Verhalten der Schüler. „Uns ist es wichtig, ihnen klar zu machen, dass es um ihre eigene Gesundheit geht. So soll ein Verständnis für die derzeitigen Regelungen entstehen.“ Falsch wäre es dagegen, lediglich Verbote ohne passende Aufklärung auszusprechen.

Ebenfalls betonte die Schulleiterin die Vorteile des zweifachen Standortes der Sekundarschule im Bezug auf den Unterricht vor Ort: „Es gibt noch neun Schultage für jede Jahrgangsstufe“, erklärte sie. Damit liege die Schule im Vergleich zu anderen sehr weit vorne. „Wir haben geschaut, welche Jahrgänge parallel laufen können, ohne dass die verantwortlichen Lehrer mit ihren weiteren Klassen kollidieren“, erläuterte Emming auf AZ-Nachfrage. So seien beispielsweise die Jahrgänge sechs und neun an einem Tag gelegt worden – Lehrkräfte, die eine sechste Klasse in Legden unterrichten, hätten nämlich größtenteils keine neunte Klasse, die gleichzeitig in Osterwick unterrichtet werden müsste. „Hinzukommen zwei bis drei Kollegen, die vor Ort unterstützen, falls sich morgens ein Lehrer krank meldet“, fügte Emming hinzu. Ein weiterer Vorteil der zwei Standorte sei darüber hinaus, dass nicht zu viele Schüler die gleichen Toiletten benutzen oder sich auf denselben Fluren aufhalten.

Trotz der neun verbleibenden Schultage verbringen die Kinder und Jugendlichen den größten Teil der Schule aktuell vor dem eigenen Schreibtisch – auch dort hat die Sekundarschule Verbesserungen vorgenommen. „Wir sind in der Digitalisierung vorangekommen“, berichtete Emming. „Jeder Schüler hat nun seine eigene E-Mail-Adresse, was eine einfachere Kommunikation und besseren Unterricht gewährleistet.“ Darüber hinaus sollen auch die Eltern einen Zugang zur Stundenplanung ihrer Kinder bekommen. „Es ist noch nicht klar, wie es weitergeht“, so Emming. Dementsprechend müsse man noch auf weitere Beschlüsse der Landes-Regierung warten.

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