Darfelder Bahnhof weiterhin geschlossen
Café-Terrasse bleibt vorerst leergefegt

Darfeld. Nackt sieht es zurzeit auf der Terrasse am Darfelder Bahnhof aus – wo normalerweise Sitzgelegenheiten für bis zu 60 Personen bereitstehen, herrscht gähnende Leere. „Wie leergefegt“, findet auch Rolf van Deenen, Erster Vorsitzender vom Heimatverein Darfeld. „Die Bestuhlung bleibt erst einmal auch weiterhin im Güter-Schuppen.“ Der Grund: Das Bahnhof-Café ist vorerst weiter geschlossen. Eine Öffnung unter den geltenden Hygiene-Maßnahmen sei zwar theoretisch möglich, aber der Vorstand des Heimatvereins habe sich gemeinsam dagegen entschieden. „Aktuell sieht man anhand der Corona-Ausbrüche in Restaurants, dass es ganz schnell gehen kann – deswegen sind wir da eher vorsichtig“, begründet van Deenen und fügt hinzu: „Wir sind personell nicht in der Lage, die nötigen Vorschriften einzuhalten.“ Um potenzielle Besucher über die derzeitige Situation zu informieren, wurden auch Hinweis-Schilder an die Eingangstüren des Bahnhof-Cafés befestigt.

Dienstag, 26.05.2020, 06:00 Uhr
Darfelder Bahnhof weiterhin geschlossen: Café-Terrasse bleibt vorerst leergefegt
Um potenziellen Besuchern über die aktuelle Situation Bescheid zu geben, hat der Heimatverein Darfeld Hinweis-Schilder an des Bahnhof-Cafés befestigt. Foto: az

Weiter hat der Vorstand beschlossen, sämtliche Veranstaltungen am Bahnhof bis November ausfallen zu lassen. Betroffen sind davon unter anderem die Pättkestour mit Grillabend im August, die Lamberti-Feier im September sowie die Bilder-Ausstellung von der aus Coesfeld stammenden Künstlerin Karola Wortmann, die ursprünglich für den 17. Mai angedacht war. „Die Ausstellung haben wir um ein ganzes Jahr nach hinten verschoben“, erklärt van Deenen. Allerdings bestehe ein kleiner Hoffnungsschimmer: „Wenn sich die aktuelle Lage stark verbessert hat, könnte man noch einmal überlegen, ob manche Aktionen doch stattfinden“, merkt er an. Dies gelte auch für das Bahnhof-Café – allerdings könne ein genaues Datum noch nicht abgeschätzt werden.

Der finanzielle Verlust halte sich immerhin in Grenzen. „Hier wird schließlich hauptsächlich ehrenamtlich gearbeitet, um den Darfeldern und Gästen aus der Umgebung etwas zu bieten“, betont der Erste Vorsitzende. Trotzdem zeigen sich auch die Verantwortlichen sichtlich enttäuscht: „ Es ist zwar ein großer Arbeitsaufwand, aber auch ein sehr angenehmer. Besonders die Kontaktpflege mit den Besuchern fehlt uns“, berichtet van Deenen. Langeweile kommt trotzdem nicht auf. Neben der Pflege des gesamten Außenbereichs habe der Heimatverein Zeit in die Archivierung investiert und Aktenordner und Fotos sortiert. „Dazu kommt man ansonsten nicht“, sieht van Deenen auch etwas Positives.

Darüber hinaus ist es auf dem Bahnhofs-Gelände nicht komplett zum Stillstand gekommen – der Darfelder Generationenpark ist schließlich geöffnet. „Wir sehen hier viele Familien, die die Spielplätze nutzen und auch die Fitnessgeräte werden in Anspruch genommen“, freut sich van Deenen. Auf die Öffnung des Bouleplatzes und des Wassertretbeckens müssen die Bürger allerdings noch warten – die Entscheidungsgewalt hat in diesen Fällen die Gemeinde. Ebenfalls entscheidet die Verwaltung, wann das beliebte Brotbacken im Backhaus wieder möglich ist, wie van Deenen verweist. Bis dahin hoffen er und der gesamte Heimatverein, dass sich Café-Besucher aus Nah und Fern möglichst bald wieder auf der Bahnhofs-Terrasse tummeln und bei Kaffee und Kuchen entspannen können.

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