Rosendahler Sportvereine haben Trainingsbetrieb wieder aufgenommen
Unter Auflagen wieder kicken

Rosendahl. Vorangegangen sind die Leichtathleten und die Tennisspieler, auch die Breitensport-Abteilung ist wieder aktiv – nun ziehen im Zuge der Corona-Lockerungen die Fußballer nach. Alle drei Rosendahler Sportvereine haben konkrete Hygienepläne ausgeklügelt, damit der Ball nun wieder rollen kann. „Wir beginnen ab dieser Woche zunächst nur mit den Senioren und der A-Jugend“, erklärt Dieter Wilger, Vorsitzender von Westfalia Osterwick. „In gewissen Zeitabschnitten wollen wir nach und nach weitere Mannschaften auf den Platz bringen.“ Letztlich wollen die Verantwortlichen zunächst einmal Erfahrungen sammeln, um Rückschlüsse auf die Handhabung mit jüngeren Sportlern zu ziehen, wie Wilger ausführt.

Dienstag, 09.06.2020, 05:43 Uhr
Rosendahler Sportvereine haben Trainingsbetrieb wieder aufgenommen: Unter Auflagen wieder kicken
Rosendahler Sportler dürfen wieder die Fußballschuhe auspacken: In Osterwick und Darfeld wird von nun an unter Einschränkungen trainiert. SW Holtwick hat bereits in der kommenden Woche erste Mannschaften wieder auf dem Platz trainieren lassen. Foto: Leon Eggemann

Grundlage des Westfalia-Hygienekonzepts ist unter anderem eine klare Trennung von Eingängen und Ausgängen auf den einzelnen Spielflächen. Hinzukommt, dass die Umkleiden weiterhin geschlossen bleiben und vor Betreten und Verlassen des Geländes die Hände zu Desinfizieren sind. Sportler müssen zudem mitgebrachte Taschen, Trainingskleidung und Getränkeflaschen namentlich kennzeichnen und in den dafür vorgesehenen Flächen ablegen. Auch der Verzicht auf Körperkontakt ist einer der Grundpfeiler des Konzeptes – zwar ist dieser während der Übungen in Kleingruppen von bis zu zehn Personen erlaubt, vor und nach dem Training sowie zwischen den Übungen bleibt Körperkontakt aber tabu. „Die Wochentage haben wir bereits so aufgeteilt, dass sich die Leichtathleten und Fußballer nicht in die Quere kommen“, ergänzt Wilger. Diese Maßnahmen sollen vorerst ein bis zwei Wochen greifen. „Danach setzen wir uns wieder zusammen und verfeinern das Konzept“, gibt Wilger einen Ausblick.

Auch in Darfeld dürfen die Fußballer wieder auf den Platz. „Wie in Osterwick haben wir Konzepte basierend auf die Hygiene-Regeln erstellt“, schildert Turo-Vorsitzender Herbert Kortüm. Auch wenn der Kunstrasen vorerst gesperrt bleibe, stehen den Turo-Mannschaften beide Rasenplätze zur Verfügung. „Mannschaften, die trainieren wollen, können dies beim Fußballvorstand um Frank Bäumer anmelden“, führt Kortüm fort. So dürften theoretisch vier Mannschaften gleichzeitig auf den zwei Plätzen trainieren – quasi eine Mannschaft pro Feld-Hälfte. „Wir wollen den Spielern ermöglichen, endlich wieder gegen den Ball zu treten“, macht Kortüm deutlich.

Wie das funktionieren kann, hat SW Holtwick bereits gezeigt: Als Rosendahler Vorreiter wurde dort bereits in der vergangenen Woche wieder gespielt. „Auch wenn es anstrengend ist, sich an sämtliche Regeln zu halten – alle Sportler haben sich sehr verantwortungsbewusst gezeigt“, lobt Christian Flenker, Vorsitzender von SW Holtwick. Hier sollen von nun an neben den Senioren-Mannschaften auch die Kinder bis hin in die F-Jugend wieder trainieren können. Ähnlich wie in Osterwick werden dabei die Eingänge und Ausgänge zum Kunst- und Naturrasen klar getrennt. „Auch wenn es aktuell etwas ungewöhnlich ist, die Freude, wieder zu kicken, überwiegt“, bringt es Flenker auf den Punkt.

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