Ehrenamtliche packen wieder im Osterwicker Dorfpark an
Arbeit geht nach Zwangspause weiter

Osterwick. Nach rund zwei Monaten Zwangspause, bedingt durch die Corona-Pandemie, packen sie wieder an: Seit Beginn dieser Woche rattern wieder die Maschinen und es wird ordentlich in die Hände gespuckt: „Wir freuen uns, dass wir nun endlich weitermachen können“, ist Willi Isfort erleichtert und spricht damit für rund ein Dutzend ehrenamtlicher Helfer, die tatkräftig im Osterwicker Dorfpark anpacken.

Donnerstag, 18.06.2020, 06:38 Uhr
Ehrenamtliche packen wieder im Osterwicker Dorfpark an: Arbeit geht nach Zwangspause weiter
In zwei Gruppen arbeiten die ehrenamtlichen engagierten Rentner seit dieser Woche wieder im Osterwicker Dorfpark. Wegen der Corona-Pandemie mussten auch sie ihre Arbeit unterbrechen. In zwei Teams geht es nun weiter: Während die eine Gruppe die Wege im Park pflastert, hat sich das andere Team in einem zweiten Projekt die Errichtung einer Brücke am Barfußpfad auf die Fahne geschrieben. Foto: Leon Seyock

Nachdem sie im vergangenen Jahr den Aufenthalts- und Schutzraum neben der Vogelvoliere fertiggestellt haben, begannen sie anschließend mit der Pflasterung der Wege durch den Park. Vor allem die Barrierefreiheit stand dabei im Vordergrund. Doch dann machte das Corona-Virus den engagierten Rentnern einen Strich durch die Rechnung. Auch sie mussten ihre Arbeit für mehrere Wochen unterbrechen – bis jetzt. Nicht mehr lange dauern wird es also, bis die gestapelten Pflastersteine verschwunden und der Park wieder ohne Schwierigkeiten begehbar ist.

Als ein zweites Projekt haben sich die Männer die Errichtung einer Brücke am Barfußpfad auf die Fahne geschrieben. „Früher hat hier einmal eine Holzbrücke gestanden, die aber bestimmt schon seit zehn Jahren verschwunden ist“, berichtet Erich Gottheil. Nachdem die alte Brücke, als sie kaputt war, nicht erneuert wurde, habe man damals ein Rohr verlegt, dass die Wasserflächen miteinander verbindet. Die Stelle soll nun wieder deutlich ansehnlicher hergerichtet werden, „wir wollen wieder eine Einheit schaffen.“ Auch die Tierwelt haben die Männer im Blick: „Die Enten schwimmen nicht durch das Rohr. Sie wandern auf der einen Seite hoch, laufen über den Weg und gehen über die Böschung auf der anderen Seite des Teiches wieder herunter“, hat Gottheil beobachtet.

In einem ersten Schritt werden aktuell Fundamente für Stahlträger angefertigt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 20 000 Euro, 80 Prozent werden gefördert. Der dahinterliegende Weg, von der Brücke bis zur Rückseite des Hauses Grüner, werden die Männer ebenfalls pflastern. „Wir arbeiten in zwei Teams“, erläutert Gottheil weiter, „so können wir auch die Abstandsregelungen ohne Probleme einhalten.“ Auch das obligatorische Frühstück, das die Rentner gemeinsam einnehmen, findet unter freiem Himmel an der Hütte statt. Zur Fertigstellung haben die Männer den Herbst im Visier.

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