Interview mit Sylvia Vilian
Klimaschutz in den Fokus rücken

Rosendahl. Erst am vergangenen Mittwoch hat sie ihre Ausbildung in der Gemeinde zur Verwaltungsfachangestellte beendet, nun übernimmt Sylvia Vilian den neuen Aufgabenbereich Förderung, Mobilität und Klimaschutz des Fachbereich Planen und Bauen. Im Interview mit Redaktionsmitglied Leon Eggemann spricht die 23-jährige Osterwickerin über ihre zukünftigen Aufgaben und das erste Projekt, das sie in Angriff nimmt.

Freitag, 19.06.2020, 05:57 Uhr
Interview mit Sylvia Vilian: Klimaschutz in den Fokus rücken
Sylvia Vilain (links) hat sich an ihren ersten Arbeitstag nach abgeschlossener Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellte bereits gut eingelebt. Sie ist nun zuständig im neuen Aufgabenbereich Förderung, Mobilität und Klimaschutz des Fachbereich Planen und Bauen von Fachbereichsleiterin Anne Brodkorb. Foto: Leon Eggemann

Frau Vilain, mit welchen Aufgaben beschäftigen Sie sich in Ihrem neuen Bereich?

Sylvia Vilain: Grundsätzlich geht es darum, Klimaschutzmaßnahmen zu entwickeln und Projekte, an denen sich die Gemeinde beteiligt, wie die Klimaschutz-Woche, das Stadtradeln oder auch das Verteilen von Saatgut zur Stärkung der Artenvielfalt, zu begleiten. Hinzukommt die Mobilitätswende: Hierbei gilt es, eine Verknüpfung von öffentlichen Nahverkehr und eigenen Verkehrsmitteln anzustreben. Das fängt schon bei mehr Lademöglichkeiten und sicheren Abstellmöglichkeiten für E-Bikes an – so wollen wir eine bessere Anbindung für das Fahrrad ermöglichen. Im Bezug auf den Aspekt der Förderung bin ich in Zukunft unter anderem bei den Projekten am Dorfgemeinschaftshaus Darfeld und der Feuerwehrgerätehäuser involviert.

Welches Vorhaben nehmen Sie als erstes ins Visier?

Sylvia Vilain: Als erstes werde ich mich mit dem Bereich am Holtwicker Bahnhof beschäftigen. Im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss wurde am Mittwoch bereits vorgestellt, dass dort eine „Park & Ride-Station“ entstehen soll. Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Planungsphase, um dieses möglichst mobilitätsfreundlich zu gestalten. Wie es dort in Zukunft genau aussehen soll, wird jetzt meine nächste und erste Aufgabe sein.

Gibt es darüber hinaus für Sie noch besondere Herzensangelegenheiten?

Sylvia Vilain: Im Vordergrund soll natürlich der Klimaschutz stehen. Daneben möchte ich die Verknüpfung der drei Ortsteile weiter voranbringen. Eine sinnvolle Lösung stellen dabei sicherlich die Mitfahrerbänke dar, die wieder neu in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden sollen. Aktuell ist die Nutzung der Mitfahrerbänke aufgrund der schwer einzuschätzenden Wartezeit für viele noch ungewiss. Eine Lösung könnte eine Kommunikations-Plattform sein, auf der Bürger eintragen oder nachschauen können, wann eine Möglichkeit besteht, mitzufahren.

Wie soll Rosendahl in den nächsten Jahren klimatechnisch aufgestellt sein?

Sylvia Vilain: Letztendlich sollen alle bevorstehenden Projekte auch im Zeichen des Klimaschutzes begleitet werden. Zusätzlich muss die Gemeinde weiter mit Vereinen und Institutionen zusammenarbeiten, um Rosendahl immer klimafreundlicher zu gestalten. Auf diesem Weg kann man noch lobend erwähnen, dass sich bereits viele Ehrenamtliche für die Natur vor Ort einsetzen – eines von vielen Beispielen ist da die Aufräumarbeit im Dorfpark Osterwick. Schon jetzt läuft einiges wirklich gut, das soll natürlich weiterhin so bleiben – als Gemeinde wollen wir solche Aktionen unterstützen.

Es kommt also auf jeden Einzelnen an...

Sylvia Vilain: Letztendlich muss jeder seinen Teil dazu beitragen, damit gemeinsam Klimaschutz gelingen kann. Gute Möglichkeiten, selbst unterstützend zu wirken, kann das öftere Nutzen vom Fahrrad, die Mülltrennung zu Hause oder das Bilden von Fahrgemeinschaften sein – wo wir wieder bei den Mitfahrerbänken wären.

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