Familien suchen sich Termine für Erstkommunion in diesem Jahr selbst aus
„Das beste aus der Situation machen“

Rosendahl. Mit einem guten Gefühl sollen die Familien kommen. „Es wird anders sein als in den Jahren zuvor, das steht außer Frage“, sagt Dirk Holtmann, Leitender Pfarrer in der Gemeinde Ss. Fabian und Sebastian. Aber mindestens genauso festlich soll es werden.

Donnerstag, 02.07.2020, 11:58 Uhr
Familien suchen sich Termine für Erstkommunion in diesem Jahr selbst aus: „Das beste aus der Situation machen“
Bei den Elternabenden informierten Dirk Holtmann, Leitender Pfarrer, und Pastoralreferentin Reinhildis Lösing die Eltern darüber, dass sie sich in diesem Jahr die Termine für die Erstkommunionfeiern selbst aussuchen dürfen. Das sei bei den Eltern gut angekommen. Foto: Leon Seyock

Alle Erstkommunionfeiern in der Gemeinde, die traditionell vom Weißen Sonntag nach Ostern bis zu Christi Himmelfahrt begangen werden, mussten in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Aus dem Gespräch heraus sei die Idee entstanden, dass sich Eltern und Kinder die Termine für die Erstkommunion nun selbst aussuchen können. „Und das hat erstaunlich gut geklappt“, blickt Pastoralreferentin Reinhildis Lösing auf die vergangenen Tage zurück. Die erste Feier wird schon an diesem Sonntag stattfinden.

An mehreren Elternabenden, die in der vergangenen Woche in allen drei Ortsteilen stattgefunden haben, informierte die Pfarrgemeinde über die diesjährige Veränderung. „Ganz bewusst haben wir keine neuen Termine festgelegt“, betont Holtmann. Denn: Um die Abstandsregeln in den Gotteshäusern wahren zu können, „hätten wir ohnehin zwölf anstatt sechs Termine anbieten müssen“, schildert er. „So haben wir den Eltern mit der eigenen Terminwahl eine gewisse Flexibilität gelassen, um einen schönen Tag erleben zu können.“ Den Eltern sei es freigestellt, ob sie sich an einen bestehenden Gottesdienst anschließen oder die Feier der Erstkommunion auf das kommende Jahr verschieben, etwa wenn ein Geschwisterkind in 2021 die erste heilige Kommunion empfangen wird.

An neuen Terminen, 15 an der Zahl, haben sich unterschiedlich große Gruppen zusammengefunden, „das sind meist Freundes- oder Bekanntenkreise“, merkt Reinhildis Lösing mit Blick auf die Terminliste an. Die Besonderheit: In der St.-Nikolaus-Kirche in Darfeld werden alle Kinder gleichzeitig ihre Erstkommunion feiern. „Die Kinder besuchen ohnehin eine Klasse und müssen daher auch den Mindestabstand zueinander nicht einhalten“, erläutert Dirk Holtmann. Bei den Familienangehörigen ist das anders – entsprechend können nur die Eltern sowie die Geschwister in der Darfelder Pfarrkirche Platz nehmen. Eine Kommunionfeier wird es in diesem Jahr auch in der Kapelle in Höpingen geben.

Bis zum 12. September feiert die Gemeinde wöchentlich die Erstkommunion. „Wir möchten das beste aus der Situation machen, und wir haben den Eindruck, dass die Eltern mit der Entscheidung gut zufrieden sind“, lächelt Holtmann. „Und wenn die Familien mit einem guten Gefühl kommen und das Fest so feiern können, wie sie es sich wünschen, ist das schon eine gute Grundlage“, freut sich Holtmann auf die Feiern.

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