Feuer bricht im Dachstuhl aus
Wohnhaus bei Brand komplett zerstört

Osterwick. Das ganze Ausmaß wurde erst sichtbar, als es am frühen Morgen hell geworden ist: Komplett zerstört ist ein Haus in der Wohnsiedlung Brink in Osterwick. In der Nacht von Montag auf den heutigen Dienstag, etwa gegen 1.30 Uhr, ist im Dachstuhl des Hauses ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, die Brandursache ist bislang unklar, wie die Feuerwehr heute mitteilte.

Dienstag, 07.07.2020, 14:17 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 17:48 Uhr
Feuer bricht im Dachstuhl aus: Wohnhaus bei Brand komplett zerstört
Im Dachstuhl ist in der vergangenen Nacht ein Feuer ausgebrochen, das das komplette Wohnhaus am Brink zerstörte. Aktuell wir der Dachstuhl, der zum Löschen des Brandes vollständig abgerissen werden musste, sowie weiteres Material, abtransportiert, die Straße am Brink ist gesperrt. Foto: Leon Seyock

„Gegen halb zwei in der vergangenen Nacht wurden wir alarmiert“, berichtet Herbert Wolter, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Rosendahl. Sofort rückten die Löschzüge aus Holtwick, Osterwick und Darfeld aus und eilten zum Brink. „Bei Eintreffen stiegen Rauchschwaden aus dem Dachstuhl“, sagt der Wehrführer. Zunächst galt es für die Kameraden, das brennende Haus zu evakuieren. „Es war nicht bekannt, ob das Gebäude bewohnt oder leerstehend war“, sagt Wolter. Bei dem Versuch der Einsatzkräfte, sich Zutritt zu dem Gebäude zu verschaffen, habe sich herausgestellt, dass sich keine Personen in dem Haus befänden.

„Gleichzeitig haben wir die umliegenden Gebäude vor einem Übergreifen des Feuers geschützt“, berichtet Wolter aus der Einsatznacht. Da die Wohnsiedlung relativ dich bebaut ist, evakuierte die Feuerwehr die Gebäude, die an das brennende Haus angrenzen. „Insgesamt waren das 15 Personen, die wir dann zum Feuerwehrgerätehaus in Osterwick gebracht haben“, informiert Wolter.

Im Einsatz war auch eine Drehleiter, die aus Coesfeld angefordert wurde. „Wir konnten zwar einen Teil des Feuers im Dachstuhl löschen, wir kamen aber nicht an alle Glutnester heran.“ Ein hinzugerufener Bagger riss den Dachstuhl Stück für Stück ab, wie der Fahrer heute Mittag vor Ort berichtete, damit alle Glutnester gelöscht und ein erneutes Ausbrechen des Feuers verhindert werden konnte.

Bis etwa halb 10 am Morgen dauerte der Einsatz an, an dem insgesamt 65 Einsatzkräfte beteiligt waren. Den ganzen Tag über sind Kameraden weiterhin vor Ort, „da der abgebrochene Dachstuhl aktuell noch verladen wird“, so Wolter.

Das Gebäude wurde bei dem Brand komplett zerstört. Die Brandursache wird nun ermittelt.

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