Aktuelle Situation in der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian
Besuch auf Zimmer „nicht gern gesehen“

Osterwick. Leicht sei die aktuelle Situation nicht – ganz im Gegenteil: „Wir befinden uns in einem Dilemma“, versucht Christoph Klapper die aktuelle Situation in der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian zu beschreiben. „Einerseits gibt es einige Lockerungen, die für Seniorenheime gelten. Andererseits sind wir aber auch weiterhin dazu angehalten, alle Hygiene-Maßnahmen und die Abstandsregeln einzuhalten.“ Der Leiter der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian appelliert an die Vernunft der Besucher, sich auch weiterhin an die allgemein gültige Corona-Schutzverordnung zu halten.

Donnerstag, 16.07.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 16.07.2020, 06:02 Uhr
Aktuelle Situation in der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian: Besuch auf Zimmer „nicht gern gesehen“
Besuche in Seniorenheimen sind schon seit rund zwei Monaten wieder möglich. Weitere Lockerungen erlauben beispielsweise Umarmungen, dennoch ist die Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian dazu angehalten, die allgemein gültige Corona-Schutzverordnung einzuhalten. Symbolbild: Pixabay Foto: az

„Grundsätzlich begrüßen wir die Lockerungen, die die Landesregierung auch für Seniorenheime erlassen hat“, erläutert Christoph Klapper. Demnach dürften Bewohner vormittags und nachmittags für zwei Stunden Besuch empfangen, bis zu vier Personen am Tag. Dabei gilt weiterhin, genügend Abstand einzuhalten. „Ist das der Fall, dann muss die Mund-Nasen-Bedeckung nicht mehr getragen werden“, informiert Klapper. Nach wie vor müssen sich Besucher vorher anmelden, „unsere Türen sind weiterhin für den normalen Publikumsverkehr geschlossen.“ Das habe den Grund, dass eine Nachverfolgung der Besucher auch weiterhin gegeben sein muss. Auch bestimmte Besucher-Zonen gebe es nach wie vor. „Nach jeder Person müssen wir diese Zone desinfizieren“, beschreibt Klapper den Aufwand, den die Stiftung nach wie vor betreiben muss. Schönes Wetter erleichtere die Arbeit ein wenig – denn dann fänden die Zusammenkünfte draußen statt.

Damit die Besuche reibungslos ablaufen können, gebe es mit Eintreten der ersten Lockerungen – als Besucher ab Mitte Mai wieder empfangen werden durften – ein Besuchsmanagement. Dieses achte auch darauf, dass die Mund-Nasen-Bedeckung getragen werde, sobald der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werde. Umarmungen seien somit wieder möglich, ein Besuch auf dem Zimmer des jeweiligen Bewohners „sehen wir aber nicht gerne“, erläutert der Einrichtungsleiter. Dabei gehe es allerdings nicht um den Besuch selbst, sondern vielmehr um den Aufwand, etwa das Desinfizieren. Hinzu komme, dass Besucher auch manchmal stehen blieben, in andere Zimmer schauen und so mit verschiedenen Personen ins Gespräch kämen. „Das möchten wir aktuell noch vermeiden.“ Denn auch die einzelnen Wohnbereiche blieben momentan, soweit möglich, unter sich. Die meisten Besucher, so hat Klapper in der jüngsten Vergangenheit festgestellt, hätten aber Verständnis für diese Regelungen gezeigt.

„Die Erleichterung bei den Bewohnern ist definitiv da“, merkt Klapper zu den weiteren Lockerungen und Besuchsmöglichkeiten an. Die Lage entspanne sich aktuell ein wenig, „wir bereiten im Moment vieles für den Herbst vor“, informiert der Leiter. Denn wenn die Regelungen anhielten und keine Treffen mehr unter freiem Himmel möglich sind, müssen wiederum weitere Maßnahmen im Hause selbst getroffen werden. „Bislang hat aber alles ohne Probleme funktioniert“, resümiert Klapper die vergangenen Wochen, die ohne Zweifel besondere waren.

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