Digitalisierung in den Grundschulen und der Sekundarschule
30 Kilometer des Marathons fast erreicht

Rosendahl. Mit einem Marathon-Lauf vergleicht Bürgermeister Christoph Gottheil den Fortschritt der Digitalisierung in den hiesigen Grundschulen und in der Sekundarschule. „Etwa 30 Kilometer werden wir Ende des Jahres hinter uns gebracht haben“, blickt er voraus auf die kommenden Monate. Viel ist in den Schulen in diesem Sektor bereits passiert – bevor im Jahr 2021 der Schlussspurt ansteht, bleibt allerdings noch einiges zu tun.

Dienstag, 18.08.2020, 06:00 Uhr
Digitalisierung in den Grundschulen und der Sekundarschule: 30 Kilometer des Marathons fast erreicht
Die Digitalisierung hält in den Schulen zunehmend Einzug – sukzessive sollen nun iPads im Unterricht zum Einsatz kommen. Foto: Archiv

„Wir streben an, jeden Klassenraum mit WLAN auszustatten“, informiert Bürgermeister Gottheil. Auch mehrere Präsentationsmedien und Klassensätze mit Endgeräten – iPads – sollen sukzessive angeschafft werden und zum Einsatz kommen. In einem ersten Schritt wurden die Schulen dazu mit Glasfaser-Anschlüssen ausgestattet. An der Sekundarschule sei dies bereits vor einem halben Jahr geschehen, „an den Grundschulen waren die Arbeiten für die Osterferien geplant“, erläutert Alexander Schulz, Gebäudemanager der Gemeinde. Doch durch den Ausfall des Präsenzunterrichts durch die Corona-Pandemie konnte die Verkabelung um einige Wochen vorgezogen und früher abgeschlossen werden. „An den Grundschulen waren die Arbeiten zum Teil aufwendiger als geplant, beispielsweise mussten wir an einigen Stellen Kernbohrungen durch Stahlbetondecken durchführen“, berichtet Schulz von den Bauarbeiten.
Jedes Klassenzimmer habe so einen eigenen Anschluss für einen Verteiler, sogenannte „Access Points“, erhalten – 115 Stück wurden in den vergangenen Wochen insgesamt in den Schulgebäuden angebracht, auch große Server-Schränke wurden aufgestellt, informiert Sebastian Wolters aus der IT-Abteilung des Rathauses.
Aus eigenen Mitteln habe die Gemeinde drei Klassensätze mit iPads für die Grundschulen angeschafft. „Diese kommen bereits im Unterricht zum Einsatz“, sagt Christoph Gottheil. Förderungen für die Grundschulen in Höhe von 138 000 Euro und für die Sekundarschule (beide Standorte) in Höhe von 154 000 Euro aus dem „Digitalpakt Schule“ sollen nun unter anderem dazu verwendet werden, weitere Klassensätze à 15 bis 20 Endgeräte und Präsentationsmöglichkeiten wie Dokumentenkameras oder 75-Zoll-Fernseh-Geräte anzuschaffen. Das soll bis zum Herbst passiert sein, „denn aktuell ist der Markt sehr stark nachgefragt“, berichtet Sebastian Wolters.
Beauftragt mit der Wartung der Geräte und der Einrichtung von internen Kommunikationsplattformen für Schüler und Lehrer ist die IT-Abteilung des Rathauses. „Wir können uns von dort aus in die Geräte einwählen und Probleme per Fernwartung beheben“, berichtet Wolters. Auch ist vorgesehen, dass die Verwaltungsplätze in allen Schulen weiter digital ausgestattet werden. So sollen etwa aus einem weiteren Fördertopf auch iPads für alle Lehrer an den Grund- sowie an der Sekundarschule angeschafft werden. Entsprechende Schulungen zur Nutzung derer habe es bereits gegeben, „denn wenn niemand weiß, wie die Geräte und die Programme richtig bedient werden, können wir noch die schönsten Endgeräte anschaffen“, kommentiert Bürgermeister Gottheil. Er betont, dass diese Geräte ausschließlich innerhalb des Schulgebäudes eingesetzt werden können.
Ende des Jahres sei die Digitalisierung in den Grundschulen mit Modernisierung der Gebäude- und Medientechnik zu einem Großteil vollzogen. „Es ist eine spannende Frage, wie es darüber hinaus weitergehen wird“, sagt Gottheil. Er hoffe auf weitere Sonderfördertöpfe, um auch in Zukunft defekte Geräte austauschen oder neu anschaffen zu können.
„Die Digitalisierung macht zwar die Arbeit einfacher“, so Gottheil zum Abschluss, „es ist aber nicht mit weniger Kosten verbunden, sondern die Arbeit verlagert sich.“ Doch dieser Marathon-Lauf lohne sich und sei zukunftsweisend für alle Schulstandorte.

Digitalisierung in der Sekundarschule

An der Sekundarschule Legden Rosendahl laufe die Kommunikation zwischen den Lehrern sowie zu den Schülern bereits über eine intern eingerichtete Plattform. „Rund 250 bis 300 Schüler sind bislang daran angebunden“, so Bürgermeister Gottheil. Dazu gehöre beispielsweise eine eigene Mail-Adresse für schulische Angelegenheiten und den einfacheren Austausch mit Lehrkräften. Das habe, besonders während des Home-Schoolings, den Unterricht auf Distanz erheblich erleichtert. Sukzessive soll die Anbindung nun ausgebaut werden. Bis zu den Osterferien, so die aktuellen Planungen, soll die Modernisierung an der Schule komplett abgeschlossen sein. „Die Digitalisierung an der Sekundarschule ist ein knallharter Faktor. Damit sie auch in Zukunft Bestand haben kann, müssen wir die Schule attraktiv halten und darin investieren“, urteilt Gottheil.   -lsy-

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