Kita Panama verzichtet immer mehr auf Plastik
Den Kindern Nachhaltigkeit vorleben

Holtwick. Eine kleine aber umso wirksamere Frage eines Kindes aus der Kita hat für ein Umdenken gesorgt. „Es hat gefragt, warum wir denn noch Plastikflaschen benutzen, wenn diese doch im Ozean landen“, erzählt Lea Terwei, Leiterin der Kita Panama in Holtwick. „Daraufhin haben wir uns selbst reflektiert.“ Als erste Maßnahme gegen den Plastikverbrauch habe die Kita einen „Sodastream“ angeschafft – die Plastikflaschen sind seitdem Geschichte. „Das soll aber erst der Anfang gewesen sein“, betont Lea Terwei. „Wir haben den Kindern gegenüber eine Verantwortung und wollen ihnen Nachhaltigkeit vorleben.“ Deshalb soll von nun an auch auf Plastiktüten verzichtet werden. „Allein acht Tüten haben wir für die jeweiligen Mülleimer in unseren Küchenzeilen benötigt, hinzu kommen die Tüten in den Windeleimern“, erklärt die Kita-Leiterin. Durch das selbstgekochte Essen komme noch mehr Plastikmüll hinzu.

Dienstag, 01.09.2020, 05:28 Uhr
Kita Panama verzichtet immer mehr auf Plastik: Den Kindern Nachhaltigkeit vorleben
Lea Terwei, Leiterin der Kita Panama (links) und Anja von dem Berge, Erfinderin des „Retrashbags“ präsentieren die neuen wiederverwendbaren Beutel, die nun in der Holtwicker Kita genutzt werden. Foto: Leon Eggemann

Damit soll jetzt Schluss sein. Mit dem sogenannten „Retrashbag“ hat die Kita nun eine Alternative zum Plastik gefunden. „Dabei handelt es sich um wiederverwendbare Mülltüte aus Stoff“, verrät Lea Terwei. So reiche ein einfaches Abwischen des Beutels, um diesen darauf erneut zu nutzen. Angeboten wird dieser von Anja von dem Berge, die die Beutel selbstständig in einer Näherei in Gescher produziert. „Ich habe mich immer geärgert, dass Plastiktüten zu groß für handelsübliche Mülleimer sind, da müsste es doch eine Alternative geben“, berichtet sie, wie sie auf die Idee des „Retrashbags“ gekommen ist.

Neben dem Verzicht auf Plastikflaschen- und tüten sollen in Zukunft weitere Projekte folgen. „Zum Beispiel beim Kochen wollen wir den Gebrauch an Plastik-Verpackungen reduzieren“, nennt Lea Terwei ein Beispiel. In Absprache mit den Eltern seien zudem Projekte wie eine Müllsammelaktion angeschoben worden. „Wegen Corona mussten diese vorerst abgesagt werden“, merkt sie an. Die Ideen seien aber nicht aus dem Sinn und sollen möglichst nach der Krise nachgeholt werden. „Ziel ist es, die Plastikvermeidung in den Alltag zu integrieren“, sagt Lea Terwei.

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