Rat diskutiert über Wohnbaufläche in der Nordsiedlung Darfeld
Spiel- und Bolzplatz erhitzt die Gemüter

Darfeld. Bereits im vergangenen Planungs-, Bau- und Umweltausschuss gab es heftige Diskussionen, ob der Spiel- und Bolzplatz Teil des aufgestellten Bebauungsplanes „Rietkamp/Darfelder Markt“ bleiben soll. Zwischen der Umgehungsstraße L 555 und der Wohnbebauung am Heckenweg (Nordsiedlung) bieten insgesamt 8082 Quadratmeter landwirtschaftliche Flächen, die im Eigentum der Gemeinde stehen, Platz für neue Wohnbebauung. Potenziell beinhaltet der angrenzende Spiel- und Bolzplatz Raum für vier weitere Grundstücke (wir berichteten). In der letzten Ratssitzung vor der anstehenden Kommunalwahl am 13. September erhitzte die Kontroverse um den Spiel- und Bolzplatz die Gemüter der Ratsmitglieder.

Sonntag, 06.09.2020, 18:16 Uhr
Rat diskutiert über Wohnbaufläche in der Nordsiedlung Darfeld: Spiel- und Bolzplatz erhitzt die Gemüter
In der letzten Ratssitzung vor der Kommunalwahl diskutierten die Ratsmitglieder ausführlich, ob der Bolz- und Spielplatz in der Darfelder Nordsiedlung aus dem Bebauungsplanes zur Realisierung eines allgemeinen Wohngebietes herausgenommen werden soll. Foto: Leon Eggemann

So stellte die Wählerinitiative Rosendahl (WIR) einen schriftlichen Antrag, der vorsah, den Bolz- und Spielplatz aus den Planungen zu dem neuen Baugebiet herauszunehmen und diesen in der jetzigen Flächennutzungsplanung als Bolz- und Spielplatz zu belassen. „Grundsätzlich begrüßen wir das Projekt“, betonte WIR-Fraktionsvorsitzender Hartwig Mensing. Wie auch im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss erhielt die Wählergemeinschaft Unterstützung von den Grünen. „Wir sprechen uns ebenfalls für den Erhalt der Grünfläche aus“, erklärte Fraktionsvorsitzender Winfried Weber deutlich. Von Seiten der CDU versuchte Guido Lembeck einen Schlichtungsversuch: „Wir wollen letztendlich alle das Gleiche – den Erhalt des Bolz- und Spielplatzes.“ Schließlich machte Bürgermeister Christoph Gottheil nochmals deutlich, dass „keinem Kind der Welt etwas weggenommen wird“, wenn die Spielfläche weiterhin Teil des Bebauungsplanes bleibe. In Zukunft solle lediglich die Nutzbarkeit der Fläche gewahrt werden. Der WIR-Antrag wurde schlussendlich bei sechs Ja-Stimmen der jeweiligen Ratsmitgliedern der Grünen und der Wählerinitiative mehrheitlich abgelehnt. Im Gegenzug stimmten die Ratsmitglieder bei fünf Nein-Stimmen (Grüne und WIR) sowie einer Enthaltung von Josefa Fleige-Völker für den Bebauungsplan, der den Bolz- und Spielplatz beinhaltet. Allerdings ist, noch bevor die Grünfläche benutzt werden darf, ein gesonderter Beschluss des Rates notwendig.

Ebenfalls beschlossen die Ratsmitglieder bei drei Nein-Stimmen der WIR-Ratsmitglieder und einer Enthaltung von Josefa Fleige-Völker, Ideen wie die Mehrgeschossigkeit (CDU) und den lückenlose Schluss des dortigen Fuß- und Radweges (Grüne) im Bebauungsplan festzusetzen.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung sollen Ideen aus der Bevölkerung ebenfalls mit in die Planungen integriert werden.

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