Situation in den Rosendahler Kirchen
Platzprobleme gibt es nur selten

Rosendahl. War der Kirchenbesuch zu Beginn der Corona-Pandemie noch gewöhnungsbedürftig, hat sich mittlerweile eine gewisse Routine eingespielt. „Unsere Mitglieder der Kirchengemeinde wissen genau, wie sie sich zu verhalten haben“, lobt Dirk Holtmann, leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Ss. Fabian und Sebastian. Neben dem angebrachten Abstand müssen die Besucher der Messe eigene Gebetsbücher mitbringen und sich im Falle einer notwendigen Rückverfolgung in Anmeldelisten eintragen, dazu dürfen sie sich nur auf die Plätze setzen, die mit bunten Punkten am Boden markiert sind.

Mittwoch, 23.09.2020, 07:06 Uhr
Situation in den Rosendahler Kirchen: Platzprobleme gibt es nur selten
Mit Extrabänken will das Pfarramt noch mehr Sitzgelegenheiten in der Osterwicker Kirche ermöglichen. Die einzelnen Plätze sind dabei mit kleinen bunten Punkten markiert, wie Dirk Holtmann, leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Ss. Fabian und Sebastian, zeigt. Foto: Leon Eggemann

Um auch während der Gottesdienste am Wochenende oder größeren Anlässen wie Hochzeiten oder Beerdigungen den Überblick zu behalten, wird dazu ein Ordnungsdienst eingesetzt. „Dieser empfängt die Bürger in der Kirche und verteilt sie auf die einzelnen Sitzreihen“, erklärt Holtmann und betont gleichzeitig: „Es handelt sich bei den Helfern um Ehrenamtler aus dem Gemeinde-Ausschuss. Ihnen gebührt großer Dank, das ist nicht selbstverständlich.“ Neben der Verteilung ist der Ordnungsdienst auch dafür verantwortlich, dass sich nicht zu viele Menschen in der Kirche aufhalten, damit die Hygieneabstände eingehalten werden können. So bieten die Kapellen in Höven und Höpingen jeweils Platz für 40 Personen. Die Kirchen in Darfeld und Holtwick können gleichzeitig 66 beziehungsweise 69 Menschen aufsuchen, während in Osterwick 99 Menschen an einer Messe teilnehmen dürfen. „Bei passenden Konstellationen passen auch noch mehr Personen in die Kirchen, einzelne Reihen können auch von Familien besetzt werden“, merkt Holtmann an. Dennoch seien schon Menschen vor der vollen Kirche nach Hause geschickt worden. „Das ist natürlich sehr schade, kommt aber glücklicherweise eher selten vor“, berichtet der Pfarrer. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurden deshalb mit Extrabänken in Osterwick weitere Sitzplätze geschaffen. „In den anderen Ortsteilen ist das wegen mangelndem Platz nicht möglich“, schildert Holtmann.

Er selbst habe im Gegensatz dazu gemerkt, dass zum Teil auch Menschen aus Vorsicht der Kirche aktuell fernbleiben. „Manche weichen dagegen auf die Gottesdienste an den Werkstagen aus“, sagt Holtmann. Er bedaure zurzeit besonders, dass die Messdiener nun schon seit Monaten nicht mehr an den Gottesdiensten teilnehmen können. Eine kleine positiven Effekt sieht er dann allerdings doch in der auf Abstand gepochten Sitzordnung: „Dadurch entsteht in der Kirche der Eindruck, dass sie nicht ganz so leer ist“, schmunzelt Holtmann. „Sonst sitzen die Anwesenden in der Mitte eng zusammen und die restlichen Reihen vorne sind unbesetzt – jetzt sind quasi alle Reihen gefüllt.“

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