Spatenstich für die Errichtung eines Torbogens am Rosendahler Kreuz
Magie des Ortes wird greifbar

Rosendahl. Die besondere Magie des Ortes rückte immer wieder in den Mittelpunkt. Hier, wo vor zwei Jahrhunderten 30 Jahre lang ein Kloster stand – und wo noch heute der symbolische Grundstein für die deutsch-französische Partnerschaft zwischen Rosendahl und Entrammes, Forcé und Parné sur Roc liegt. „Jeder Trappist, dem wir in Frankreich begegnet sind, bekommt eine Gänsehaut beim Namen Darfeld“, weiß Monika Klein aus eigener Erfahrung. Die Magie des Ortes – sie soll künftig auch ein sichtbares Zeugnis erhalten: Mit dem Spatenstich zur Errichtung eines Torbogens, dem Portal des Klosters in Entrammes nachempfunden, ist der Startschuss für ein außergewöhnliches Projekt erfolgt.

Montag, 05.10.2020, 06:30 Uhr
Spatenstich für die Errichtung eines Torbogens am Rosendahler Kreuz: Magie des Ortes wird greifbar
Starten mit Schwung das Bauprojekt am Rosendahler Kreuz: (von links) Landrat Christian Schulze Pellengahr, Benedikt Graf Droste zu Vischering, Erbdroste, Monika Klein (Vorsitzende Partnerschaftsverein), NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, Wilhelm Fark (Steinmetzbetrieb Fark, Havixbeck), Projektleiter Erich Gottheil, Alexander Schwanekamp (Architekturbüro Hidding & Schwanekamp), Bürgermeister Christoph Gottheil, Stephan Kemper (Dezernent Städtebauförderung Bezirksregierung Münster) und Bauleiter Tono Bertmaring. Foto: Frank Wittenberg

Diesen symbolischen Akt auf den 4. Oktober zu legen, hat einen besonderen Hintergrund: Auf den Tag genau 50 Jahre ist es her, dass die beiden Bürgermeister Yves de Poulpiquet (Entrammes) und Alfons Hullermann auf Schloss Darfeld die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet haben. Der Ursprung dazu reicht viel weiter zurück – eben bis in die Jahre 1795 bis 1825, als französische Mönche und Nonnen in Darfeld Zuflucht vor den Wirren der Französischen Revolution gefunden haben. „Das Rosendahler Kreuz erinnert daran“, betont Monika Klein. Allerdings führe es am Klosterweg eher ein Schattendasein, stellt die Vorsitzende des Rosendahler Partnerschaftsvereins fest. Deshalb soll der Geschichtsort künftig auch ein Lernort werden, mit digitalen Informationen, aber auch als kulturhistorische Stätte, die visuell wahrnehmbar ist: mit dem Torbogen aus Sandstein, der die besondere Beziehung zwischen Rosendahl und Entrammes dokumentieren soll.

Ein Projekt mit Gesamtkosten von rund 190 000 Euro, das nicht umzusetzen wäre, wenn da nicht eine finanzielle Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen erfolgen würde. „Diese Partnerschaft ist aus der Tradition heraus entstanden“, verweist Ina Scharrenbach, Ministerin Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung, auf die Bedeutung der Freundschaft, die aber nur so gut funktionieren könne, weil sie von den Bürgern gelebt werde. „Das auch sichtbar zu machen, ist etwas Besonderes.“ Deshalb habe sie gerne über die Bezirksregierung Münster den Förderbescheid über 172 000 Euro aus dem Programm Heimat-Zeugnis zugestellt: „Mit dem Torbogen kann ein Bild zur Geschichte hinzugefügt werden.“

Die übrigen zehn Prozent der Kosten verbleiben beim Partnerschaftsverein. „Angesichts der mehr als 1000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden, die da einfließen werden, wird das gut tragbar sein“, blickt Projektleiter Erich Gottheil voraus. Beim ihm laufen einmal mehr alle Fäden zusammen, und bei Bauleiter Tono Bertmaring und seinem Team, das bereits im Generationenpark Darfeld die LEADER-Projekte umgesetzt hat und ab heute in den Startlöchern steht, um die ersten Arbeiten anzupacken – Stück für Stück soll in den nächsten Monaten die Magie des Ortes greifbarer gemacht werden.

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