Bilanz zur bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“
Zwei Tonnen CO2 durchs Radeln gespart

Rosendahl. 38 Rosendahler waren es, die drei Wochen lang besonders fest in die Pedale getreten haben und Kilometer um Kilometer im Zuge der bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“ gesammelt haben. Auch der Kreis Coesfeld und die Gemeinde Rosendahl haben an der Aktion im September teilgenommen. Sylvia Vilain, Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde, hat jetzt Bilanz gezogen: Insgesamt haben die 38 Radelnden in dem dreiwöchigen Aktionszeitraum 13 662 Kilometer zurückgelegt – und durch die Nutzung des Rades anstatt des Autos den Ausstoß von zwei Tonnen CO2 vermieden.

Freitag, 16.10.2020, 06:00 Uhr
Bilanz zur bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“: Zwei Tonnen CO2 durchs Radeln gespart
Sylvia Vilain (links, Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde) und Anne Brodkorb (Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen) haben jetzt Bilanz zu der Kampagne „Stadtradeln“ gezogen. Mit dem Ergebnis sind sie zufrieden – durch die Nutzung des Fahrrades anstatt des Autos konnten in Rosendahl insgesamt zwei Tonnen CO2 eingespart werden. Einen großen Teil dazu hat das Team von Schwarz Weiß Holtwick beigetragen und im Gruppenranking den ersten Platz belegt. Als kleine Aufmerksamkeit gibt es Rosendahl-Tassen von der Gemeinde. Foto: Leon Seyock

„Für unsere Gemeinde kann sich dieses Ergebnis sehen lassen“, ist Sylvia Vilain zufrieden. Die Teilnehmer haben sich auf insgesamt sieben Teams verteilt. Ermittelt wurde jetzt auch das Team, das am meisten Kilometer zurückgelegt hat: „Im Ranking ganz oben stehen die Radler von Schwarz Weiß Holtwick“, teilt Sylvia Vilain mit. Als kleine Aufmerksamkeit und als Lohn für die insgesamt 4714 geradelten Kilometer soll den acht Sportlern, die für das „Stadtradeln“ kräftig in die Pedale getreten haben, Rosendahl-Tassen von der Gemeinde überreicht werden. Den zweiten Gruppenplatz belegt ein offenes Team, in das jeder Radler eintreten konnte, den dritten Platz erradelte sich das Team der Gemeinde Rosendahl mit zehn Teilnehmern. „Am aktivsten war Bürgermeister Christoph Gottheil“, sagt Sylvia Vilain mit Blick auf die Statistik. 538 Kilometer habe er in den drei Wochen mit dem Rad zurückgelegt.
Auch wenn der Bürgermeister damit in der Gesamtstatistik schon weit vorne liegt – fast doppelt so viele Kilometer allerdings hat der absolute Spitzenreiter erradelt – 1010 sind es insgesamt. „Das ist schon eine sportliche Leistung, diese Kilometerzahl in drei Wochen zu erreichen“, hebt Sylvia Vilain hervor.
Die Kampagne „Stadtradeln“ wurde bundesweit durchgeführt. Jeder konnte daran teilnehmen und die geradelten Kilometer – ob zur Arbeit oder in der Freizeit – in einem Portal eintragen. Ursprünglich war die Durchführung der Aktion im Kreis Coesfeld im Frühjahr vorgesehen, wurde dann aber aufgrund der Corona-Pandemie in den September verlegt. „Wir sind froh, dass wir größtenteils gutes Wetter hatten. Das hat uns in die Karten gespielt“, blickt Sylvia Vilain zurück. Im Kreis wird die Kampagne alle zwei Jahre im Wechsel mit der Klimaschutzwoche durchgeführt, informiert die Klimaschutzbeauftragte.

Fahrradklimatest des ADFC

Ob das Radfahren in Rosendahl Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern genutzt werden oder ob das Radfahren auch mit Kindern gefahrlos möglich ist – diese und viele Aspekte mehr stehen im Mittelpunkt des Fahrradklima-Tests des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Die Gemeinde ruft dazu auf, an dieser Umfrage teilzunehmen, um die Situation vor Ort zu bewerten. „Jeder kann mitmachen und seine Erfahrungen im Radfahren in Rosendahl schildern“, erklärt Anne Brodkorb, Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen. Nehmen genug Radfahrer an dem Test – in dem 30 Fragen beantwortet werden müssen – teil, werden die Ergebnisse an die Gemeinde übermittelt. Von daher hat die Verwaltung großes Interesse, dass möglichst viele Rosendahler mitmachen. „So bekommen wir Hinweise für Verbesserungsbedarf“, schildert Brodkorb weiter. | www.fahrradklima-test.adfc.de

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