Melanie Feldkamp und Markus Lindner planen ein Konzept für das nächste Jahr
Ein Schritt Richtung Außengastronomie

Darfeld. Noch ein Jahr lang Radfahrer, die sich eine Bewirtung an der frischen Luft wünschen, wegschicken, wollen sie nicht. „Wir werden auch in den nächsten Wochen und Monaten von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen sein“, erklärt Melanie Feldkamp. Daher bemüht sie sich bereits seit einiger Zeit gemeinsam mit ihrem Partner Markus Lindner um eine Erlaubnis, an ihrem Hotel-Restaurant eine Außengastronomie anbieten zu dürfen. „Es geht auch darum, dass wir uns weiter über Wasser halten können“, betont die Darfelderin. Das Problem: In Gesprächen mit der Gemeinde gab es lange keinen Konsens. Nun ist allerdings ein großer Schritt Richtung Außengastronomie möglich.

Freitag, 23.10.2020, 06:14 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 06:16 Uhr
Melanie Feldkamp und Markus Lindner planen ein Konzept für das nächste Jahr: Ein Schritt Richtung Außengastronomie
Markus Lindner und Melanie Feldkamp hoffen, dass sie zur kommenden Saison ihre Gäste außengastronomisch bewirten dürfen. Wo genau der Biergarten errichtet werden soll, sei noch in Planung. Foto: Leon Eggemann Foto: az

So stellte Bürgermeister Christoph Gottheil in der vergangenen Ratssitzung eine Vorgehensweise für die Inhaber vor, damit diese ihren Antrag auf eine Außenbewirtung erfüllt bekommen könnten. „Ein Biergartenbetrieb auf den seinerzeit konzessionierten Flächen im Rahmen eines Wiedergestattungsantrages ist derzeit nicht vorstellbar“, machte Gottheil deutlich. Stattdessen sei für die weitere Prüfung und Umsetzung des Vorhabens grundsätzlich ein Antrag unter detaillierter Beschreibung des konkreten räumlichen, zeitlichen und inhaltlichen Betriebs der Außengastronomie notwendig. „Maßgeblich für die Beurteilung des Antrages ist dazu die Größe des Biergartens und ein erforderliches Lärmschutzgutachten“, ergänzt Gottheil. Sollten diese Kriterien erfüllt werden, hätten die Inhaber eine Chance auf Erhalt einer „neuen“ außengastronomischen Erlaubnis.

„Wir sind froh darüber, dass die Gemeinde jetzt nach vielen Gesprächen, die wir mit rechtlichen Beistand geführt haben, auf uns zugekommen ist“, freut sich Melanie Feldkamp. Einen konkreten Antrag habe man noch nicht gestellt. „Ideen, um hoffentlich alle Beteiligten zufrieden zu stellen, befinden sich aber in unseren Köpfen“, versichert Markus Lindner. „Wir wollen nichts überstürzen.“ Vielmehr möchten er und Melanie Feldkamp den Winter für die Ausarbeitung eines rechtlich sicheren Antrages nutzen. „Letztendlich haben wir vor, zwei bis drei Konzepte mit verschiedenen Standorten für unsere Außengastronomie aufzustellen“, schildert Melanie Feldkamp. Sie bedaure, dass solch produktive Gespräche nicht schon von Beginn an geführt wurden. „Dann hätten wir womöglich schon in diesem Sommer draußen bewirten dürften“, blickt sie zurück.

„Nachdem wir die Anfrage auf eine coronabedingte Sondernutzung aufgrund des Anliegerschutzes abgelehnt hatten, haben sich die Fronten verhärtet“, berichtet Gottheil. Hätte bereits im Mai ein rechtlich einwandfreies Konzept existiert, wäre möglicherweise auch schon im August die Außen-Bewirtung möglich gewesen. „Jetzt warten wir als Verwaltung auf einen konkreten Antrag“, beschreibt Gottheil den Stand der Dinge. „Die Betreiber müssen jetzt erst ihre Hausaufgaben machen, dann geht es weiter.“

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