Höpinger Spiele-Werkstatt seit 43 Jahren auf Weihnachtsmärkten vertreten
In die Welt der Holzarbeiten eintauchen

Darfeld. Ein leichter Geruch von Curry liegt in der Luft. „Den Anhänger haben uns Freunde vom Wochenmarkt in Münster zur Verfügung gestellt. Darin haben sie immer ihre Gewürze verkauft“, verrät Manuel Winken. „Mit der Zeit wird der Geruch verfliegen“, ist sich der 37-Jährige sicher. Gemeinsam werden er und Ulli Gumpert von der Höpinger Spiele-Werkstatt den Anhänger vorübergehend als Alternative nutzen. Der Grund: Sämtliche Weihnachtsmärkte, auf denen das Duo ihre selbstgefertigten Holz-Produkte anbietet, fallen coronabedingt ins Wasser.

Samstag, 14.11.2020, 05:30 Uhr
Höpinger Spiele-Werkstatt seit 43 Jahren auf Weihnachtsmärkten vertreten: In die Welt der Holzarbeiten eintauchen
Hoffen auf viele Schaulustige und Besucher: Manuel Winken (links) und Ulli Gumpert von der Höpinger Spiele-Werkstatt. Ausgestellt werden neben zahlreichen Brettspiel-Klassikern und bunten Figürchen auch Neukreationen. Fotos: Leon Eggemann Foto: az

„Ursprünglich wäre jetzt der Startschuss für unsere Weihnachtsmarkt-Saison gewesen“, merkt Gumpert an. „Sechs Wochen lang sind wir normalerweise unterwegs.“ So sind sie bereits Stammgast beim Weihnachtsmarkt im Rathaus-Innenhof von Münster und hätten in diesem Jahr dort zum 43. Mal ausgestellt. „Eigentlich wären wir sogar mit zwei Ständen dort vertreten gewesen und haben dementsprechend auch mehr produziert“, ergänzt der 69-Jährige. Ebenfalls hätten sie den Markt in der Kolvenburg bereichert.

„Einige unserer Produkte sind reines Marktsortiment, das wir nur bei den Märkten anbieten“, weist Winken darauf hin, dass es neben den Produkten im Online-Shop oder im Domkontor in Billerbeck, weitere Holz-Kreationen gibt.

Neu dabei sind ganz besondere Bauten. „Wir hatten in den vergangenen Monaten genügend Zeit, um zu tüfteln“, lächelt Gumpert, während er sein selbstkreiertes Spiel namens „Menno“ in der Hand hält. „Es handelt sich dabei um ein selbstentwickeltes Brettspiel.“ Besondere Freude hat der Höpinger an seiner „Elli“. „Ein kleines Holzauto mit babyblauen Reifen“, grinst er. An ihr hat er so viel Gefallen gefunden, dass er gleich dazu eine ganze Schar von noch kleineren Modellen in den verschiedensten Farben kreiert hat. „Man könnte sagen, dass Elli Mutter geworden ist“, scherzt Ulli Gumpert.

Um ihre Produkte doch noch irgendwie auszustellen, haben sich die Betreiber der Höpinger Spiele-Werkstatt etwas Besonderes einfallen lassen: Als Alternative zu den ausgefallenen Weihnachtsmärkten können sich Interessierte ab sofort in Höpingen vor Ort selbst einen Eindruck machen. Bis zum 23. Dezember haben Besucher die Möglichkeit, die Spielzeuge, die allesamt aus Holz gefertigt werden, anzuschauen. Damit ist es auf dem Hof nicht zu einem großen Andrang kommt, haben die Betreiber auf ihrer Homepage ein Tool eingerichtet, auf dem sich potenzielle Besucher ein Terminfenster buchen können. „So ist es uns möglich, die strengen Corona-Regelungen einzuhalten“, schildert Winken. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. „Früher haben wir es meistens abgelehnt, wenn Kunden zum Kauf zur Werkstatt kommen wollten“, erzählt Winken. „Jetzt fordern wir sie auf, uns zu besuchen.“

Ihren Anhänger haben sie bereits mit der Auto-Bande, zahlreichen Brettspiel-Klassikern und bunten Figürchen geschmückt. „Er bietet genügend Platz, um unser komplettes Sortiment abzubilden“, freut sich Winken. Dank des Anhängers liegt dann nicht nur die aufkommende Weihnachtsstimmung, sondern auch ein leichter Geruch von Curry in der Luft.

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