Neugestaltung des Holtwicker Eis
Geschichte erlebbar und hörbar machen

Holtwick. Das Handy zücken, mit der Kamera auf den QR-Code halten und schon kommen die unterschiedlichsten Geschichten zum Vorschein. So einfach geht’s. Stephanie Schlüter vom Fachbereich Planen und Bauen macht es vor. Es dauert keine 30 Sekunden, da erzählt ihr schon eine Erzählerstimme von der mystischen Sage des Holtwicker Eis.

Montag, 30.11.2020, 06:04 Uhr
Neugestaltung des Holtwicker Eis: Geschichte erlebbar und hörbar machen
Freuen sich, dass die Neugestaltung des Holtwicker Eis nun abgeschlossen ist: Bürgermeister Christoph Gottheil und Stephanie Schlüter vom Fachbereich Planen und Bauen. Fotos: Leon Eggemann Foto: az

Im Rahmen der Neugestaltung des Wahrzeichens wurden nun gleich fünf kleine Schilder aufgestellt, die mit ihren QR-Codes Besuchern die verschiedenen Facetten des Holtwicker Eis und des Dorfes erlebbar machen. Neben der Sage, der Teufel habe den circa 30 Tonnen schweren Stein in die Dorfmitte geworfen, erfahren die Menschen an den anderen Stationen mehr über die Geschichte und Bedeutung der Nachbarschaft und Spannendes zum Handwerkerdorf Holtwick. Es gibt eine Meditationsgeschichte zum Entspannen sowie eine kindgerechte Erklärung, wie das Holtwicker Ei in Wirklichkeit an seinen jetzigen Ort gelangte. „Wir haben uns für einen interaktiven Ansatz entschieden und damit Greifbares mit Digitalem verbunden“, erklärt Stephanie Schlüter. Letztendlich sollten die Geschichten nicht nur lesbar, sondern auch hörbar sein. „So soll das Interesse von Kindern und Jugendlichen geweckt werden“, ergänzt sie. Die eingesprochenen, ein paar Minuten langen Geschichten sind dabei auf insgesamt vier Sprachen hörbar. Neben Deutsch stehen auch Englisch, Niederländisch und Französisch zur Auswahl. „Für unsere Partnergemeinde“, zwinkert Bürgermeister Christoph Gottheil mit Blick auf den Partnerschaftsverein Rosendahl-Entrammes/Forcè/Parnè sur Roc. Er selbst zeigt sich überzeugt von der ergänzenden Maßnahme. „Das neue Angebot rundet die Neugestaltung nochmal ab.“ Seit 2019 ist diese im vollem Gange. Mit der neuen Beschilderung ist das Leader-Projekt nun vollständig abgeschlossen. „Wir hatten quasi einen veredelten Rohbau, seit März dieses Jahres waren wir einzugsfertig und jetzt hängt die letzte Lampe“, wählt Gottheil eine passende Metapher. Dabei könne das Areal nicht nur für freizeitliche Zwecke genutzt werden. „Es kann auch als lernendes Klassenzimmer dienen“, schlägt der Bürgermeister vor. Um auch die älteren Generationen anzusprechen, gibt es dazu auf Informationstafeln alle Infos zum Holtwicker Ei und zu seiner Geschichte auch in lesbarer Form. „So sind alle Altersklassen bedient“, resümiert Gottheil. Umgesetzt wurde die Idee rund um den QR-Code-Rundgang im Rahmen der regionalen Leader-Kleinprojekte. „Die Schilder sind eine der drei Maßnahmen, die wir mit dieser Förderung auf die Beine stellen konnten“, verrät Gottheil. So seien auch Gelder in das Sonnensegel im Holtwicker Generationenpark sowie in die neue Brücke des Osterwicker Dorfparks geflossen. „Insgesamt werden 80 Prozent finanziert“, verrät der Bürgermeister. Für die drei Projekte seien so knapp 40 000 Euro nach Rosendahl geflossen. Auch für das kommende Jahr gibt es einen neuen Leader-Topf, der solche Kleinprojekte unter 20 000 Euro fördert. „Vereine, Institutionen oder auch Privatpersonen können sich bei Ideen gerne an uns wenden“, ruft Gottheil auf. So könnten auch im nächsten Jahr weitere Projekte an den Start gehen.

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