Freiwillige Feuerwehr verzeichnet mehrere Wintereinsätze
Ungewöhnliche Amtshilfe im Schnee

Rosendahl. Für die werdende Mutter wurde es höchste Zeit. In den Schneeverwehungen zwischen Darfeld und Osterwick ging es gestern Morgen nicht mehr weiter – also rückte die Freiwillige Feuerwehr Rosendahl aus, um Hilfe zu leisten. „Der Rettungswagen ist entgegengekommen und hat die Frau weiter nach Coesfeld gebracht“, berichtete Dirk Döking (Löschzugführer Osterwick). „Wir haben dann das Auto zum Gerätehaus mitgenommen.“ Und das war nur einer von mehreren Einsätzen, die die Kameraden angesichts des Wintereinbruchs erledigten.

Montag, 08.02.2021, 06:40 Uhr
Freiwillige Feuerwehr verzeichnet mehrere Wintereinsätze: Ungewöhnliche Amtshilfe im Schnee
Kampf gegen die Schneemassen: Seit dem Morgen waren die Mitarbeiter des Gemeindebauhofes im Einsatz, um Straßen und Wege wieder passierbar zu machen. Foto: Frank Wittenberg

Um 6.20 Uhr sind die Wehrmänner des gesamten Kreises Coesfeld in Alarmbereitschaft versetzt worden und haben die Gerätehäuser aufgesucht. „Zu Fuß“, lächelte der Darfelder Löschzugführer Thomas Becker. „Mit dem Auto ging es nicht.“ Größere Einsätze wegen umgestürzter Bäume oder ähnlichem seien glücklicherweise ausgeblieben, teilte er mit. Dafür leisteten die Kameraden in Osterwick und Darfeld eine ungewöhnliche Amtshilfe: Sie nahmen Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes auf, die mit ihren normalen Fahrzeugen keine Chance hatten, die Patienten zu erreichen, denen dringend Medikamente verabreicht werden mussten. „Also haben wir sie gefahren“, lächelte Dirk Döking über den besonderen, aber wichtigen Chauffeur-Service. Gleiches und nicht weniger lebensrettend: Auch die First Responder des Deutschen Roten Kreuzes in Rosendahl erhielten bei einem Einsatz am Sonntagmorgen die wertvolle Unterstützung der Feuerwehr. „Außerdem hatte ein Kamerad am Morgen direkt einen Radlader mitgebracht“, erklärte Döking. Der kam nicht nur zum Einsatz, um die Fläche vor dem Gerätehaus frei zu schieben, sondern auch in diesem Notfall, um die Zufahrt für den Rettungswagen zu ermöglichen.

Darüber hinaus beschränkte sich die Arbeit der Wehrmänner auf kleinere Maßnahmen. „Wir haben den Kollegen aus Schöppingen Amtshilfe geleistet, um die Kreisstraße durch Tinge passierbar zu machen“, erzählte Thomas Becker. „Ein paar Autos anschieben“ mussten die Holtwicker Kameraden nach Angaben des Löschzugführers Christoph Lembeck, der ansonsten ein großes Lob an die Rosendahler aussprach: „Außer mit dem Schlitten ist kaum jemand unterwegs – die Leute haben sich gut auf die Witterung eingestellt.“ Im Laufe des Vormittags konnte die Einsatzgruppe reduziert werden, den Nachmittag verbrachten die Kameraden wieder in „normaler“ Alarmbereitschaft zu Hause.

Wehrführer Herbert Wolter war derweil seit dem frühen Morgen im Dauereinsatz, das aber in seiner Funktion als Mitarbeiter des Gemeindebauhofes: Die gesamte Mannschaft war damit beschäftigt, die Straßen und Wege so gut wie möglich vom Schnee zu befreien.

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