Ausflug in die Geschichte des Trappistenklosters – und wie sie erlebbar werden soll
Ein historischer Ort wird lebendig

Rosendahl/Entrammes. Wer heute am Klosterweg am sogenannten „Rosendahler Kreuz“ vorbeikommt, der weiß oft nicht, dass hier vor über 200 Jahren eine bedeutsame Klosteranlage gestanden hat. Von 1795 bis zum Jahre 1825 waren dort Mönche aus dem französischen La Trappe ansässig, die nach der Französischen Revolution auswanderten, um weiterhin in klösterlicher Abgeschiedenheit leben zu können (siehe Infobox). Anhand der seit 1984 nach und nach aufgestellten Infotafeln am „Rosendahler Kreuz“ lässt sich einiges dieser Historie nachlesen, aber vieles nur erahnen. Das will der Partnerschaftsverein mit einem Bauprojekt, das den offiziellen Titel „Europa am Wegesrand – Schaffung eines ‚besonderen Ortes’ in freier Natur durch die Errichtung eines identitätsstiftenden Bauwerks und Bereitstellung besonderer Präsentationen“ trägt, ändern. „Wir möchten die ehemalige Klosteranlage und die Geschichte der Trappistenmönche erfahrbar machen“, kündigt Vereinsvorsitzende Monika Klein an. Mit dem Gemeinschaftsprojekt, das durch das Land NRW gefördert wird, soll die Erinnerungsstätte „die historischen Hintergründe an diesem Ort vertiefen und für die kommenden Generationen erlebbar machen“, ergänzt Klein.

Montag, 22.02.2021, 06:22 Uhr
Ausflug in die Geschichte des Trappistenklosters – und wie sie erlebbar werden soll: Ein historischer Ort wird lebendig
Die Geschichte rund um das Trappistenkloster soll künftig auf eigene Faust entdeckt werden können. Das „Rosendahler Kreuz“ ist auch immer Station bei den Jugendbegegnungen. Fotos: privat Foto: az

Geplant ist, am „Rosendahler Kreuz“ einen Torbogen aus Sandstein zu errichten. „Im Tympanon, im oberen Dreieck, ist eine Öffnung vorgesehen, in der die vergrößerte Nachbildung einer historischen Madonna eingebaut wird. So erhält das neue Sandsteinportal eine gewisse Leichtigkeit“, erläutert die Vereinsvorsitzende. Hörgeschichten, die per QR-Code abrufbar sein sollen, vermitteln die Geschichte des Klosters und der Partnerschaft. Ein Animations- und ein Drohnenfilm sollen zudem die Geschichte und Grundrisse des Klosters widerspiegeln, wie es dort vor über 200 Jahren ausgesehen haben könnte. „Damit“, so berichtet Klein, „möchten wir einen spannenden außerschulischen Lernort für Groß und Klein Wirklichkeit werden lassen“. Den ersten Spatenstich haben die Beteiligten bereits am 4. Oktober des vergangenen Jahres getan – am 50. Jahrestag der Partnerschaft. „Das war der offizielle Startschuss für das Gemeinschaftsprojekt, in Anwesenheit von Heimatministerin Ina Scharrenbach“, schildert Klein.

Die ersten Vorarbeiten wie Grabenverrohrung, Holzarbeiten und Erneuerung der Zaunanlage erfolgten durch Eigenleistungen direkt nach dem offiziellen Spatenstich. In rund einem Monat sollen die Fundamente für den Torbogen gegossen werden, gefolgt von der Aufstellung der Stahlbetonstützen. Der Aufbau des Torbogens aus Baumberger Sandstein soll durch eine Firma aus Havixbeck ab Mitte April bis Mitte Mai durchgeführt werden, so der Zeitplan. Im Verlauf der Monate Juni bis August sollen auf der gegenüberliegenden Straßenseite Sandsteinsockel für die Auflage von Reliefs aufgestellt und Pflasterflächen mit zwei Parkplätzen angelegt werden. Alle Arbeiten am „Rosendahler Kreuz“, so betont Projektleiter Erich Gottheil, fänden durch große Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern statt.

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