Anwohnerin findet immer wieder Müll und Scherben
Vermüllung von Bushaltestellen stoppen

Rosendahl. Erst gestern hatte sie noch den Nachmittag genutzt, um die anliegende Bushaltestelle sauber zu machen. „Heute finde ich sofort die nächsten Scherben“, schüttelt Maria Hullerum den Kopf. Gemeint ist die Bushaltestelle Tübing im Brock in Holtwick. Regelmäßig warten dort vier Kinder aus der Bauernschaft auf den Schulbus, der sie zur St.-Nikolaus-Grundschule fährt – zwei von ihnen sind Kinder von Maria Hullerum. „Sie sind vor kurzem selbst mit Müll, der an der Haltestelle lag, wiedergekommen und haben sich beschwert“, erzählt die Mutter.

Montag, 08.03.2021, 06:18 Uhr
Anwohnerin findet immer wieder Müll und Scherben: Vermüllung von Bushaltestellen stoppen
Foto: Leon Eggemann

Das war nicht immer so. Wie Maria Hullerum wahrnimmt, hat sich die Situation an der Bushaltestelle erst verschlimmert, als von der Gemeinde die alte morsche Holzbank durch eine neue Sitzgelegenheit ausgetauscht wurde. „Die Maßnahme ist nicht das Problem. Es ist ja schön, dass zum Beispiel viele Fahrradfahrer die Bänke hier nutzen, um einen Zwischenstopp einzulegen“, erklärt sie. Problematisch werde es allerdings, wenn der Müll einfach vor Ort liegen gelassen wird. „Vor allem vor dem Hintergrund, dass nur ein Meter neben der Bank ein Mülleimer aufgestellt ist“, ärgert sich die Anwohnerin. Neben liegengelassenen Müll macht sich aber eine Sache besonders sprachlos: immer wieder liegen an der gesamten Bushaltestellen Scherben von Glasflaschen verstreut. „Oftmals sind es Bierflaschen“, informiert Hullerum. Das habe zur Folge, dass ihre Kinder mittlerweile ihre Fahrräder nicht mehr im Fahrradständer abstellen können, da vor allem dort viele Scherben zu finden sind. Nun will sie dazu aufrufen, besser mit solchen öffentlichen Standorten umzugehen. „Ich will hier auch niemanden an den Pranger stellen, womöglich passiert sowas aus Gedankenlosigkeit und Bequemlichkeit, aber man sollte sich bewusst sein, dass hier regelmäßig Kinder unterwegs sind“, bittet die Mutter um Verständnis. Schließlich sollen die Bänke auch in Zukunft weiterhin als Anlaufstelle für Spaziergänger und Fahrradfahrer dienen. „Wenn hier alles voller Dreck und Scherben liegt, dann will hier doch keiner mehr sitzen“, betont Hullerum.

Dass mit den Bushaltestellen in der Gemeinde besser umgegangen werden sollte, fordert auch Bauhofleiter Stefan Averesch. So finden Mitarbeiter, die regelmäßig die Mülleimer an den Bushaltestellen in der Gemeinde leeren, zum Teil katastrophale Umstände vor. „Beispielsweise wird es auch mit dem Graffiti nicht weniger“, schildert Averesch. So zieren mittlerweile auch das Bushaltestellen-Häuschen im Brock die wildesten Schmierereien. „Es ist natürlich schade, wenn so mit gemeindlichen Besitz umgegangen wird“, schüttelt der Bauhofleiter den Kopf. Letztendlich müsse an die Vernunft der Bevölkerung appelliert werden, öffentliche Plätze wie Bushaltestellen mit Schmierereien oder zerbrochenen Glasflaschen nicht weiter zu verschandeln.

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