„Altdeutsche Pilsstube“ darf in Zukunft Außengastronomie betreiben
Erlaubnis ist da – Start noch unklar

Osterwick/Darfeld. Wann genau sie wieder Gäste vor Ort empfangen dürfen, ist noch ungewiss. Fest steht allerdings, dass die Familie Sengenhorst im Hof der „Altdeutschen Pilsstube“ in Osterwick zukünftig Außengastronomie betreiben darf. „Der Bescheid ist da“, verkündet nun Gerburg Sengenhorst. So können, sobald es die Corona-Lockerungen zulassen, 30 Personen auf knapp 40 Quadratmetern Platz im Biergarten finden.

Samstag, 01.05.2021, 06:06 Uhr
„Altdeutsche Pilsstube“ darf in Zukunft Außengastronomie betreiben: Erlaubnis ist da – Start noch unklar
Der Biergarten der „Altdeutschen Pilsstube“ darf in Zukunft für Außengastronomie genutzt werden. Wann allerdings mit der Bewirtung an der frischen Luft gestartet werden kann, steht für Gerburg Sengenhorst noch in den Sternen. Foto: Leon Eggemann

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Gastronomen angestrebt, Gäste an der frischen Luft zu bewirtschaften. Diesen Planungen schob die Gemeinde aber vorerst einen Riegel vor. So sei für das Betreiben von Außengastronomie ein Immissionsgutachten erforderlich. Daraufhin hatte die Familie Sengenhorst eine gutachterliche Stellungnahme vorgelegt, die das Unterschreiten von Lärm-Richtwerten in den umliegenden Nachbarhäusern belegte. Diese reichte der Verwaltung allerdings nicht aus. „Eine gutachterliche Stellungnahme ist nicht rechtssicher“, betonte damals Wolfgang Croner, Fachbereichsleiter für Ordnung und Soziales. Nun wo die Familie Sengenhorst der Forderung der Gemeinde nachgekommen ist und das gewünschte Lärmgutachten hat anfertigen lassen, steht auch der Außengastronomie nichts mehr im Weg. Außer die Coronapandemie. „Wir haben seit mittlerweile sechs Monaten geschlossen“, schüttelt Gerburg Sengenhorst den Kopf. Dass ihre Familie zeitnah den Betrieb vor Ort wieder aufnehmen darf, bezweifelt sie stark. „Man kann letztendlich nur die Entwicklung der Zahlen abwarten“, erklärt sie. Ein weiteres Fragezeichen steht dahinter, wie bei künftiger Bewirtung vorgegangen werden muss. „Es gibt noch keine Vorgaben, ob Personen einen negativen Coronatest oder den Impfpass vorzeigen müssen oder ob vielleicht auch die luca-App reicht“, kann die Osterwickerin über zukünftige Vorgehensweisen nur mutmaßen.

Immerhin: Hoffnungen machen die ersten Öffnungsschritte im Rahmen des Modellprojektes des Kreises Coesfeld. In diesem ist neben den Bereichen Kultur und Sport die Außengastronomie der dritte Themenkomplex. „Im Gespräch mit den Kommunen und dem Kreis wurde gemeinsam beschlossen, vorerst noch nicht zu öffnen“, schildert Bürgermeister Christoph Gottheil auf AZ-Nachfrage. Wie der Kreis Coesfeld ergänzend mitteilt, werde die Öffnung in der Außengastronomie lediglich aufgeschoben und nicht aufgehoben. „Die Rahmenbedingungen, unter denen eine Öffnung einiger Außengastronomiebereiche möglich ist, müssen aber noch mit weiteren Akteuren abgestimmt werden“, wird der Landrat zitiert. Für Gastronomen im gesamten Kreisgebiet heißt es bis dahin durchhalten. „Die Zeit bis dahin können wir zumindest dafür nutzen, den Biergarten auf Vordermann zu bringen“, will Gerburg Sengenhorst die Wartezeit noch produktiv nutzen. Immerhin soll alles für den Tag vorbereitet sein, wenn wieder Gäste vor Ort begrüßt werden dürfen.

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