Beispiele gelungenen Dialogs
Vier Gruppen aus Westfalen für „gute Taten 2014“ ausgezeichnet

Münster -

Den „Dialogpreis für gute Taten 2014“ erhielten am Samstag vier Gruppen aus Münster, Rhede, Vechta und Bottrop im Priesterseminar in Münster beim Neujahrsempfang des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster. Die Preisträger hatte zum vierzehnten Mal eine Jury aus Diözesankomitee und Redaktion von „Kirche+Leben“ ermittelt.

Montag, 12.01.2015, 17:53 Uhr

Jede Gruppe nahm den Preis im – trotz Sturm und Regen – vollen Saal vor Vertretern aus Politik, Wissenschaft, katholischen Verbänden, Kreisdekanaten und der evangelischen Landeskirche entgegen. Auch Münsters Bischof Dr. Felix Genn war anwesend.

Die Skulptur, von Mönchen aus Edelstahl gearbeitet, und ein für weitere gute Taten gedachtes Preisgeld von 500 Euro erhielt zuerst der bald sechzehn Jahre alte „Christlich-islamische Frauenkreis“ Münster als „ermutigendes Beispiel gelungenen Dialogs“. Er helfe, „aus Unwissenheit entstehende Ängste“ abzubauen.

Die Pfarrjugend Heilige Familie Bottrop-Grafenwald baue seit 37 Jahren mit ihrer 100-Stunden-Aktion „Brücken weit über die Gemeinde hinaus“. Persönliche Patenschaften waren die gute Tat der Flüchtlingshilfe Langförden aus Vechta : „Um heimisch zu werden, braucht es nicht nur Unterkunft, sondern menschliche Annahme“, so die Jury. Menschen anzusprechen, die der Kirche sonst fern stehen, sei die gute Tat des Projekts „Kirche mal anders“ der Pfarrei St. Gudula Rhede – mit Aktionen vom Taizé-Gottesdienst bis hin zum „Klettern in der Kirche“.

Bischof Dr. Felix Genn nannte die Gruppen „Sterne, denen man folgen kann“. Initiativen wie diese, hieß es vom Dialog-Verlag, könnten „nicht die Fratze des Bösen wegstrahlen“, aber sie zeigten, wie viel Kraft und „ansteckende Energie das Gute haben kann“.

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