Wintereinbruch: 5,9 Millionen Euro Schaden
2000 Unfälle in NRW

Münsterland. (Update 13 Uhr) In NRW ist es doch noch Winter geworden: Schnee und Eis haben am Samstag in Nordrhein-Westfalen zu fast 2000 Verkehrsunfällen geführt

Sonntag, 25.01.2015, 07:11 Uhr

In NRW ist es doch noch Winter geworden: Am Samstagmorgen setzte fast überall im Land Schneefall ein. 

Zwölf Unfälle in Münster

Bei der Polizei in Münster hieß es am Samstagmittag, dass es etliche Unfälle auf den Autobahnen gegeben habe, besonders im Bereich Recklinghausen. Verletzte gab es aber keine, es blieb bei Sachschäden. Der Verkehr staute sich allerdings auf vielen Kilometern. Der Verkehr in Münster lief nach den Beobachtungen einiger Verkehrsteilnehmer am Morgen zähflüssig, die Autofahrer seien halt vorsichtig. Das bestätigte auch die Polizei am Nachmittag. 14 Unfälle habe es im Stadtgebiet gegeben, am Nachmittag habe sich die Lage entspannt. Bei allen Unfällen blieb es bei Sachschäden. Lediglich bei einem Unfall in Wolbeck Am Steintor wurde ein PKW-Fahrer verletzt. Der 46-jährige hatte gegen 10:40 Uhr auf glatter Fahrbahn die Kontrolle verloren und war in einen Graben gerutscht. Der Fahrer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.Seit den Morgenstunden sind auch die Räumdienste im gesamten Münsterland unterwegs. 

Kreis Coesfeld

Die Polizei im Kreis Coesfeld meldete in der Zeit von 6 bis 14 Uhr 13 Verkehrsunfälle mit einer Gesamtschadenssumme in Höhe von 33000 Euro. Bei drei weiteren witterungsbedingten Einsätzen wurde laut Polizei eine Person verletzt. 

Schwerverletzter im Kreis Borken

Insgesamt ereigneten sich in der Zeit von 9 bis 14 Uhr 25 Verkehrsunfälle im Kreis Borken. Bei einem Verkehrsunfall wurde eine Person schwer verletzt. Hierbei wurde gegen 0.05 Uhr im Bereich Gescher-Büren auf der K 34 ein 52-jähriger Pkw-Fahrer aus Rosendahl schwer verletzt, nachdem er auf schneeglatter Fahrbahn gegen einen Straßenbaum gefahren war. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa 70000 Euro

Busverkehr im Münsterland

Mit den widrigen Wetterbedingungem kämpfen derzeit die Linienbusse der RVM, die mit bis zu 45 Minuten Verspätung unterwegs sind. Im Raum Tecklenburg geht teilweise nichts mehr.

2000 Unfälle

Glück im Unglück hatte eine Frau am Samstagnachmittag bei einem Unfall auf der B 54 in Ascheberg. Auf dem Weg von Herbern sei sie auf der rechten Seite auf Schnee geraten und habe zu stark nach links gelenkt. Das Auto brach aus und landete auf der Seite im Graben-Gebüsch. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr rückte aus, musste aber nicht eingreifen.

 Schnee und Eis haben am Samstag in Nordrhein-Westfalen zu fast 2000 Verkehrsunfällen geführt. „Das ist schon nicht wenig“, sagte am Sonntag ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei in Duisburg. Demnach kam es zwischen Samstagmorgen um 6 Uhr und Sonntagmorgen um 4 Uhr zu 1978 witterungsbedingten Verkehrsunfällen. „Andere Unfälle sind da noch nicht mitgerechnet“, erklärte der Sprecher. Insgesamt wurden bei diesen Unfällen 25 Menschen schwer und 120 leicht verletzt. Es entstand ein Schaden von zusammen 5,9 Millionen Euro.

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Frostwarnung für den Abend

Ab Samstagnachmittag sowie am Sonntag tagsüber muss verbreitet mit laut dem Deutschen Wetterdienst in Münster leichtem Frost um 0 Grad gerechnet werden, wobei die Temperatur vorübergehend auch etwas über 0 °C ansteigen kann. In der Nacht zum Sonntag tritt dann verbreitet leichter Frost von minus 1 bis minus 3 Grad auf. 

Preußenspiel abgesagt 

Das Spiel der Preußen gegen den Wuppertaler SV wurde am Sonntagmorgen abgesagt. 

Flughafen lahmgelegt

 Schneefall hat am Samstagmorgen den Betrieb auf dem Düsseldorfer Flughafen zeitweise lahmgelegt. Zwölf Starts und sechs Landungen wurden gestrichen, davon drei Flüge zu anderen Airports umgeleitet. Zudem gab es zahlreiche Verspätungen. Das Problem sei der nasse Schnee, der die Räumung der Rollbahnen und des Vorfelds erschwere, sagte ein Flughafensprecher. Beide Bahnen blieben daher während der Arbeiten des Winterdienstes gesperrt. Auch am Flughafen Köln/Bonn waren Personal und Geräte im Einsatz gegen die plötzliche Schneedecke. Es habe aber nur wenige Verspätungen gegeben, sagte eine Sprecherin. Eine Maschine konnte am Vormittag nicht landen, sie wurde nach Hamburg umgeleitet.

Regen

Am Sonntagmittag kann vorübergehend die Sonne rauskommen - aber leider nicht lange. „Wenn sie kommt, dann muss man sofort raus“, empfahl Wolfgang Reiff. Am Nachmittag ziehe von Westen her das nächste Regengebiet heran - die Temperaturen würden bis dahin steigen, so dass der Regen am Montag nicht mehr als Schnee niedergehe. „Dann ist das mit dem Schnee auch schon wieder Geschichte, zumindest an Rhein und Ruhr“, sagte Reiff. „Im Bergland, sprich Eifel, Sauerland, Bergisches Land, so oberhalb von 300 bis 400 Metern, da gibt's dann doch noch Schneeregen oder Schnee. Aber die sind das ja gewohnt.“Am Samstagvormittag gab es nach Angaben des Landesbetriebs Straßen.NRW zunächst keine größeren Verkehrsprobleme. „Das war ja lange angekündigt“, sagte der Sprecher Bernd Löchter. „Die Leute haben sich darauf eingestellt.“

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