Longinusturm
Ein Juwel erblüht

Nottuln -

Der Baumberge-Verein freut sich riesig. Am 30. April eröffnen Mecky Bertels und Wilhelm Wesseln ihr neues „Café 18|97“ im Longinusturm in den Baumbergen.

Mittwoch, 27.04.2016, 17:30 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 25.04.2016, 22:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 27.04.2016, 17:30 Uhr
Freuen sich auf ihr neues Leben: Mecky Bertels und Wilhelm Wesseln vor dem Longinusturm. Dieser und das neue Café „18
Freuen sich auf ihr neues Leben: Mecky Bertels und Wilhelm Wesseln vor dem Longinusturm. Dieser und das neue Café „18|97“ werden am Samstag (wieder) eröffnet. Foto: Ulla Wolanewitz

Auf 187,6 Metern strahlt er nun wieder von innen und von außen: der altehrwürdige Longinusturm auf dem Westerberg. Sechs Monate lang stellte er sich einer Schönheitskur. Nun ist er wieder ein anstrebenswertes Ausflugsziel in der Münsterländischen Parklandschaft. Am kommenden Samstag (30. April, 11 Uhr) wird er wieder der Öffentlichkeit Einlass gewähren. Die neuen Pächter – Wilhelm Wesseln und Mecky Bertels – hatten allerdings ihre Unterstützer und Freunde am Samstag schon mal zur „Bauabnahme“ eingeladen. Seinem Geburtsjahr entsprechend tauften die neuen Betreiber das gemütliche Herzstück „18|97 – Café am Longinusturm“.

Etwa drei Jahre liegt es zurück, dass Wilhelm Wesseln mit seiner Partnerin hier nach einem zünftigen Marsch durch die schönen Baumberge einkehrte. „Ich war nicht mehr glücklich in meinem Job und auf der Suche nach einer Idee zu einer Veränderung.“ Die zündende Idee brachte seine Lebensgefährtin ins Spiel: „Dann lass´ uns doch ein Café eröffnen.“

Die schöne Vorstellung davon ließ beide nicht mehr los. Klarer Fall: Die passionierten Sportsfreunde blieben am Ball und nahmen Kontakt auf mit dem Besitzer des Turmes – dem Baumberge-Verein Münster. Beim ersten Anruf wollte Josef Rawe , sein Ansprechpartner, von ihm wissen: „Sind sie Gastronom?“ Das „Nein“ von Wilhelm Wesseln kommentierte dieser erfreut mit: „Dann könnten Sie der Richtige sein!“

Deswegen gebührte dem Senior, der gerne im Frühjahr schon seinen Achtzigsten hier oben gefeiert hätte, auch ein besonderes Lob. „Lieber Josef, ohne dich ständen wir hier jetzt nicht zusammen“, formulierte Wesseln. Aber auch das Hülsmann Architekturbüro wurde für seine Unterstützung mit Lorbeeren bedacht. Vor allem aber die fast ausschließlich ortsansässigen Handwerker, Marketingstrategen und Werbetechniker und das Service-Team, die bis zum Schluss „mit viel Herzblut dabei waren“, so Wesseln, würdigte er gebührend.

Leer ging dabei allerdings die Gemeindeführung aus. Diese habe die Umbaumaßnahme, mit Ausnahme der Nottulner Wirtschaftsförderin und des Wirtschaftsförderers des Kreises Coesfeld, nicht mit besonderem Ehrgeiz oder Einsatz unterstützt. „Bezüglich des Denkmal- und Brandschutzes gab es einige Hürden zu bewältigen. Auch da hätten wir uns schnellere und unbürokratischere Unterstützung gewünscht“, erklärte Wesseln. „Schließlich ging es doch darum, ein Juwel für die ganze Region wieder aufzupolieren.“

Der Gratulantenreigen wollte am Samstag kaum ein Ende nehmen. Stellvertretend für den Baumberge-Verein überreichte Ulrike Höfermann den neuen Pächtern Salz und Brot als Symbole für Gastfreundschaft und Reichtum. Heiner Block, 1. Vorsitzender von Kunst & Kultur Nottuln, brachte Blumen als Symbol für künftige Kooperationen an „diesem erstklassigen Spielort“. Die Nachbarschaft der Mühlenstraße schenkte den beiden zwei Feuersäulen mit kreativ gestaltetem Feuerholz.

Ab Samstag ist also dann wieder Gelegenheit, die 128 Stufen zur Plattform in 24 Metern Höhe zu erklimmen und die Aussicht in alle vier Himmelsrichtungen zu genießen. Das „Café 18|97“ hat dann täglich geöffnet.

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