49-jähriger Lüdinghauser verurteilt
Drogenhändler muss hinter Gitter

Lüdinghausen/Münster -

Für fünfeinhalb Jahre hinter Gitter muss ein 49-jähriger Lüdinghauser. Vor dem Landgericht Münster mussten sich am Dienstag vier Deutsche aus dem Münsterland wegen des Handels mit mindestens 23 Kilogramm Amphetamin und vier Kilogramm Marihuana verantworten. Sie wurden insgesamt zu Haftstrafen von neun Jahren und zwei Monaten sowie zwei Mal zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Donnerstag, 28.04.2016, 12:56 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.04.2016, 07:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 28.04.2016, 12:56 Uhr
49-jähriger Lüdinghauser verurteilt : Drogenhändler muss hinter Gitter
Foto: dpa

Seit März 2014 ermittelte das Zollfahndungsamt Essen nach einem Hinweis im Auftrag der Staatsanwaltschaft Münster gegen eine deutsche Tätergruppe im Münsterland . Die Gruppierung verkaufte diverse Betäubungsmittel im Kilobereich an Abnehmer hauptsächlich im Münsterland/Westfalen.

Nur der „lange Atem“ der Fahnder gegen die gut organisierte, sehr konspirativ tätige Bande führte schließlich zum Erfolg. Bezogen hatte der 49-Jährige Lüdinghauser die Drogen von mindestens zwei Lieferanten. Das gehandelte Amphetamin bezog er in mehreren Fällen von einem 47-Jährigen Mitglied der Rockergruppe „Bandidos“, der in Selm ein Drogenlabor betrieben haben soll und sich in einem ebenfalls beim Landgericht Münster verhandelten Verfahren vor Gericht verantworten muss.

In einem Großteil der übrigen Fälle wurde der Lüdinghauser von einem mitangeklagten 28-Jährigen Selmer beliefert, der Mitglied der Rockergruppierung „Freeway Riders“ ist. Der Selmer erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten dafür.

Für den großangelegten Handel muss der Lüdinghauser jetzt fünf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Einer seiner Abnehmer, ein 38-Jähriger Drogenhändler aus Ennigerloh, steht mit dem Kopf der Gruppe vor Gericht. Der 38-Jährige hatte im zweistelligen Kilogrammbereich Amphetamin von dem Lüdinghauser abgenommen und an seine zahlreichen Abnehmer weiterverkauft.

Er erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe und die Auflage einer Drogentherapie. Der Straßenverkaufswert der Drogen beläuft sich insgesamt auf etwa 304 400 Euro.

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