Friedenskirche in Rinkerode
Abriss ist in vollem Gange

Rinkerode -

Der Abriss der Rinkeroder Friedenskirche hat begonnen. Mit schwerem Gerät wird das 2014 entwidmete Gotteshaus dem Erdboden gleichgemacht. Erhalten bleibt hingegen der Glockenturm. Wenn auch nicht an gleicher Stelle. Er wird an eine andere Gemeinde verkauft und dann wieder aufgestellt.

Freitag, 29.04.2016, 09:17 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 29.04.2016, 05:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 29.04.2016, 09:17 Uhr
Der Bagger hat ganze Arbeit geleistet. Binnen weniger Minuten hatte er ein großes Loch ins Dach gerissen.
Der Bagger hat ganze Arbeit geleistet. Binnen weniger Minuten hatte er ein großes Loch ins Dach gerissen. Foto: -stk-

Um 8 Uhr türmten sich nur Berge von Dämmmaterial und Holzplatten auf. Alte Heizkörper, Türen und Fenster lagen neben dem noch intakten Gebäude. Doch dann ging am Donnerstagmorgen alles ganz schnell. Um 10 Uhr war der Abriss der am 21. September 2014 entwidmeten Friedenskirche in vollem Gange. Ein Bagger hatte binnen weniger Minuten ein riesiges Loch ins Dach des einstigen Gotteshauses gerissen, das dem Erdboden gleichgemacht wird.

Bislang hieß es, dass der Kirchturm, um dessen Erhalt über Monate gerungen wurde, ebenfalls der Abrissbirne zum Opfer fallen würde. Dem ist nicht so. Er bleibt erhalten. Wenn auch nicht am derzeitigen Standort. Die evangelische Gemeinde hat diesen über eine sogenannte „Glockenbörse“ anderen Gemeinden angeboten. Und es hat sich ein Interessent gefunden, der den Turm samt Glocken erstehen will.

„Aber unter Vorbehalt der Genehmigung des Kreis- und Landeskirchenamtes“, erklärte Astrid Marsmann , Vorsitzende des Presbyteriums der Martinsgemeinde, dass der Verkauf noch nicht in trockenen Tüchern ist. „Wir warten noch auf die Genehmigung.“ Aus diesem Grund mag sie auch noch nicht verraten, in welcher Stadt der Turm, der scheibchenweise abgetragen werden muss, künftig stehen soll. Auf jeden Fall freut sie sich, das er weiterhin für kirchliche Zwecke gebraucht wird.

Wenn das Kirchengebäude verschwunden ist, beginnen die Vermessungsarbeiten. Im Anschluss werde die Stadt Kanäle verlegen, berichtete Karl-Heinz Stieg , Geschäftsführer der „HelSti Massivhaus und Immobilien GmbH“ aus Werne , die als Investor auf dem Gelände tätig wird. Er geht davon aus, dass im Juni oder Juli mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Errichtet werden zwei Einfamilienhäuser, die „schon fest reserviert“ sind, und zwei Mehrfamilienhäuser, deren Wohnungen bereits gut nachgefragt würden, so Stieg.

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