Ordnungshüter bei Freiluftpartys
Party-Spaß – aber bitte in Maßen

Senden -

Die Gemeinde Senden stellt sich, je nach Wetterlage, darauf ein, dass sie mit Polizei und privatem Sicherheitsdienst bei Freiluftparty vor allem am Kanal Präsenz zeigen muss.

Freitag, 29.04.2016, 11:11 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 29.04.2016, 11:11 Uhr
Feiern muss sein: Gegen eine Freiluft-Party, bei der ein paar Grundregeln eingehalten werden, hat die Gemeinde nichts einzuwenden.
Feiern muss sein: Gegen eine Freiluft-Party, bei der ein paar Grundregeln eingehalten werden, hat die Gemeinde nichts einzuwenden. Foto: di

Im Frühling unter freiem Himmel Feiern: Partys gehören bei Jugendlichen zum Freizeit-Pflichtprogramm am 1. Mai. Je nach Wetterlage und Alkoholpegel kommen dabei viele junge Leute zusammen und die schöne Sause läuft aus dem Ruder. WN-Redakteur Dietrich Harhues fragte bei Holger Bothur, Sachgebietsleiter Bürgerservices, Ordnung und Soziales, nach, wie sich die Gemeinde Senden nach den bisherigen Erfahren in diesem Jahr aufgestellt hat.

Vor einigen Jahren gab es erheblichen Ärger über Belästigungen und Hinterlassenschaften von Freiluftfeiern insbesondere im Kanal an der Tomberge-Brücke. Welche Schlussfolgerungen hat die Gemeinde daraus gezogen?

Bothur: Aufgrund der damaligen Missstände haben wir in aller erster Linie auf Präsenz im Rahmen einer Ordnungspartnerschaft mit dem Bezirksdienst der Polizei am 1. Mai an der Tomberger Brücke gesetzt. An den vergangenen Maifeiertagen haben Polizei, privater Sicherheitsdienst und Ordnungsamt gemeinsam vor Ort dafür gesorgt, dass die Besucher möglichst die Straße frei halten und nicht die angrenzenden Felder vermüllen und verwüsten. Hierüber hinaus wurden im vergangenen Jahr Alkoholkontrollen durchgeführt.

Hat sich das neue Konzept inzwischen bewährt?

Bothur: Das Konzept hat sich insofern bewährt, als dass es weitestgehend gelungen ist, die Straße für den normalen Verkehr frei zu halten und die Feiernden davon abzuhalten, auf die angrenzenden Felder auszuweichen. Zudem hat sich die Zahl der feiernden Jugendlichen aufgrund unserer Präsenz stark rückläufig entwickelt, so dass die von der Feier ausgehende Intensität der Beeinträchtigungen ebenfalls zurückgegangen ist.

Womit müssen junge Leute rechnen, die zu Partys aufbrechen und dabei auch Alkoholisches genießen?

Bothur: Auch in diesem Jahr werden wir wieder Alkoholkontrollen an der Tomberger Brücke durchführen. Bei Verstößen wird der Alkohol beschlagnahmt und die Personalien werden über unseren mobilen Direktzugang zum Melderegister oder bei Bedarf über die Polizei festgestellt. Im Anschluss erfolgt dann eine schriftliche Information der Eltern durch das Ordnungsamt. Bei nachgewiesenen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz werden auch entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet. Sollte sich am 1. Mai herausstellen, dass sich an einem anderen Ort als der Tomberger Brücke ein Feierschwerpunkt gebildet hat, werden die eingesetzten Kräfte hierauf flexibel reagieren.

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