Geflügelpest
Lob für die Stallpflicht

Kreis Warendorf -

Lob von den Bauern gibt es für die Entscheidung des Kreisveterinäramtes, eine allgemeine Stallpflicht auszurufen.

Mittwoch, 07.12.2016, 08:52 Uhr

Etwa 900 Legehennen  gehören zum Betrieb von Hermann-Josef Hellweg in Warendorf-Velsen, der dem Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf, Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Kreisveterinär Dr. Andreas Witte und der Kreisordnungsdezernentin Petra Schreier seine Aufstallungen zeigt.
Etwa 900 Legehennen  gehören zum Betrieb von Hermann-Josef Hellweg in Warendorf-Velsen, der dem Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf, Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Kreisveterinär Dr. Andreas Witte und der Kreisordnungsdezernentin Petra Schreier seine Aufstallungen zeigt. Foto: Kreis Warendorf

Denn um möglichst hohen Schutz vor der Vogelgrippe zu haben, muss das Geflügel im Kreis Warendorf wohl noch einige Wochen im Stall bleiben. Das ist nicht überall im Land so, wie der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf, Hermann-Josef Schulze-Zumloh , kritisiert: „Wir können nicht nachvollziehen, dass die Aufstallungspflicht vom Land so flickteppichartig und inkonsequent ausgerufen wurde.“ Die Eigeninitiative des Kreises sei richtig und alternativlos.

Kreisveterinär Andreas Witte geht davon aus, dass die Stallpflicht frühestens zu Weihnachten gelockert werden kann.

Zusammen mit Kreisordnungsdezernentin Petra Schreier und Hermann-Josef Schulze-Zumloh machte sich Witte jetzt ein Bild vor Ort. Gemeinsam besuchte man einen Betrieb im Süden sowie im Norden des Kreises. Auf den beiden Geflügelhöfen in Warendorf-Velsen und Drensteinfurt wurde schnell deutlich, wie einschränkend sich die Stallpflicht auf Betreiber und Tiere auswirkt. Die Hühner müssen zur Zeit auf engstem Raum leben. Das bedeutet Stress für die Tiere, die deshalb nicht mehr so viele Eier legen. Den Landwirten ist aber auch klar, dass kein Weg daran vorbei führt. Das Ansteckungsrisiko sei immer noch da, sagt Witte. Denn der Virus befinde sich im Speichel und im Kot des Geflügels. Selbst die Kälte könne dem Erreger derzeit nichts anhaben. Im Gegenteil. Bei diesen Wetterverhältnissen fühle er sich sogar sehr wohl.

Der Kreisveterinär hofft, dass die Stallpflicht im Januar wieder aufgehoben werden kann – mit viel Optimismus schon zu Weihnachten.

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