Sparkassenverband
Kampf ums Präsidentenamt: Drei Kandidaten gehen ins Rennen

Münster -

Punkt Mitternacht war Bewerbungsschluss. Jetzt ist klar: Der Wettstreit um die Spitzenposition beim Sparkassenverband Westfalen-Lippe mündet in eine Kampfabstimmung. Auf der Verbandsversammlung am 21. Dezember treten mit Prof. Dr. Liane Buchholz, Roland Schäfer und Markus Schabel drei Bewerber an.

Dienstag, 06.12.2016, 18:33 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 06.12.2016, 18:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 06.12.2016, 18:33 Uhr
Roland Schäfer 
Roland Schäfer, Markus Schabel und Prof. Dr. Liane Buchholz Foto: Sparkassenverband

Ein erstes Zwischenergebnis kann schon heute lauten: Die Findungskommission, besetzt mit vier CDU- und zwei SPD-Vertretern sowie drei Sparkassenleuten, hat nicht überzeugt. Die präsentierte Kandidatin Prof. Dr. Liane Buchholz (51) wurde in diesem Gremium und auch im Verwaltungsrat des Verbandes nur jeweils mit einer knappen Mehrheit ausgestattet – für die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) keineswegs der erhoffte rote Teppich für den Wechsel ins Sparkassenlager. Dort rangelt man unerwartet heftig um das Präsidentenamt , das bis zum 31. März 2017 noch von Dr. Rolf Gerlach (63) ausgefüllt wird.

Schon am Dienstagmorgen war sicher, dass auch der hauptamtliche Bürgermeister der Stadt Bergkamen, Roland Schäfer , auf der Verbandsversammlung kandidieren wird. Der SPD-Politiker (69), der in seiner Stadt viermal in Folge die Direktwahl zum Bürgermeister gewinnen konnte, traut sich das Amt allemal zu. Als Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ist er gut vernetzt. Bereits heute ist er einer der Vizepräsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

Am Dienstagnachmittag wurde die Kandidatur des Chefs der Sparkasse Münsterland Ost, Markus Schabel (50), bestätigt. Er wird von der CDU unterstützt. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und Thomas Lohmann, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse an der Lippe, reichten gemeinsam den Kandidatenvorschlag ein. Schabel leitet seit 2004 erfolgreich das nach der Bilanzsumme größte Institut in Westfalen-Lippe.

Am 21. Dezember tagt die Verbandsversammlung, in der jede der 67 Sparkassen in Westfalen-Lippe mit drei Personen (ein Sparkassenvertreter, zwei Kommunalpolitiker) vertreten ist. Hier reicht die einfache Mehrheit. Denkbar ist, dass die Stimmen auf Antrag nach dem Kapitalanteil der Sparkassen am Verband verteilt werden müssen. Große Sparkassen hätten dann mehr Gewicht.

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