Zuschussbedarf fürs Cabrio-Bad steigt auf 783 804 Euro:
Kostenspirale frisst Mehreinnahmen auf

Senden -

Trotz einer leichten Eintrittspreiserhöhung und gestiegener Besucherzahl muss die Gemeinde Senden für die Unterhaltung des Cabrio-Bades 2017 tiefer in die Tasche greifen.

Donnerstag, 08.12.2016, 13:32 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.12.2016, 13:32 Uhr
Events wie das Kerzenschwimmen sowie das besondere Ambiente und die Wasserqualität machen das Cabrio zu einem Besuchermagneten. Trotzdem reichen die Einnahmen längst nicht zur Kostendeckung aus.
Events wie das Kerzenschwimmen sowie das besondere Ambiente und die Wasserqualität machen das Cabrio zu einem Besuchermagneten. Trotzdem reichen die Einnahmen längst nicht zur Kostendeckung aus. Foto: ex

Das Cabrio-Bad ist auch im zehnten Jahr seines Bestehens ein Besuchermagnet . Eindeutig belegen das die Gästezahlen, die Geschäftsführer Dr. Christian Kuhn am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt hat. So wurden bis zum 1. Oktober 200 771 Besucher gezählt. Das sind 13 693 mehr als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Doch trotz dieser positiven Entwicklung und einer leichten Anhebung der Eintrittspreise prognostiziert der Businessplan des Cabrio für das Jahr 2017 einen höheren Zuschussbedarf . Er steigt von 776 533 Euro auf voraussichtlich 783 804 Euro.

Als Gründe nannte Kuhn gestiegene Betriebs- und Personalkosten. Zudem entsteht durch die derzeitige Schließung im Rahmen der Revision ein Einnahmeverlust. Darüber hinaus schlage kostenmäßig die Inbetriebnahme des neuen Blockheizkraftwerkes (BHKW) vorerst negativ zu Buche. „Die Berechnungen haben ergeben, dass sich die Investition voraussichtlich in sechs bis sieben Jahren amortisiert und dann zu einer Einsparung von rund 40 000 Euro bringt“, erläuterte Bürgermeister Sebastian Täger .

Kuhn hob hervor, dass das Cabrio im Vergleich zu andren Bädern mit einem relativ niedrigen Zuschussbedarf auskommt. Denn in dem Gesamtergebnis von 783 804 Euro sei auch die von der Gemeinde als Eigentümer des Bades zu leistende Abschreibung in Höhe von 363 800 Euro enthalten.

Positiv für die Einnahmen des Cabrio könnte sich nach den Worten des Geschäftsführers im kommenden Jahr die sanierungsbedingte vorübergehende Schließung des düb-Bades in Dülmen auswirken. Ebenso wie die Tatsache, dass in Münster kein neues Bad vorgesehen sei.

Der Businessplan sieht im kommenden Jahr Einnahmen von rund 1,068 Millionen Euro vor. Dem gegenüber stehen ein Aufwand von voraussichtlich 1,304 Millionen Euro. Hier fließen unter anderem die Kosten für Löhne, Betriebsführung, Strom, Lebensmittel und Wartungsarbeiten mit ein. Ferner fallen im Wesentlichen die Kosten für die Gebäudeunterhaltung mit kalkulierten 100 000 Euro sowie die Energiekosten mit 183 200 Euro und die Kosten für das Schulschwimmen mit 93 600 Euro ins Gewicht.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4487943?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F
Nachrichten-Ticker