Geduldsprobe zu Ostern
ADAC: Schlimmste Staus seit Jahresbeginn

Am langen Osterwochenende wird es wieder eng auf den Straßen. Von Gründonnerstag bis Ostermontag rechnet der ADAC mit den schlimmsten Staus seit Jahresbeginn.

Mittwoch, 12.04.2017, 16:45 Uhr

An den Osterfeiertagen muss mit viel Stau auf den Autobahnen gerechnet werden.
An den Osterfeiertagen muss mit viel Stau auf den Autobahnen gerechnet werden. Foto: dpa

„Der stauträchtigste Tag wird der Gründonnerstag sein“, sagte ein ADAC-Sprecher am Montag. Alle Bundesländer bis auf Hamburg haben Ferien, außerdem sind Ausflügler unterwegs. Viele werden Richtung Süden und an die deutschen Küsten fahren - und am Ostermontag wieder zurück. Auch dann rechnet der Autoclub mit erheblichen Behinderungen: „Da sind viele auf dem Heimweg, die das verlängerte Wochenende genutzt haben.“

Typische Hauptreiserouten betroffen

Der Reiseverkehr auf den Fernstraßen dürfte nach Einschätzung des Auto Club Europa (ACE) und des ADAC am langen Feiertagswochenende vom 13. bis 17. April für lange Staus sorgen - insbesondere auf den typischen Hauptreiserouten. Der ADAC spricht von „Staustufe Rot“.

Staugefahren an den Feiertagen

Gründonnerstag: Als Tag mit der größten Staugefahr gilt der Gründonnerstag, an dem sich vom frühen Mittag an bis circa 20.00 Uhr die Straßen füllen werden.

Karfreitag: Die Verzögerungen dürften am Karfreitag vor allem zwischen 10.00 und 15.00 Uhr weitergehen. Allerdings bringt das Lkw-Fahrverbot etwas Erleichterung im Verkehrsfluss, so der ACE.

Samstag: Die Stoßzeiten am Samstag liegen etwa zwischen 10.00 und 17.00 Uhr.

Ostersonntag: Der Sonntag dürfte etwas ruhiger ausfallen.

Ostermontag: Der Ostermontag gilt als Haupttag für die Rückreise. Zwischen 11.00 und 20.00 Uhr sollten die Autofahrer dann mit Verzögerungen, Behinderungen und Staus rechnen - vor allem in Richtung Norden und Westen.

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Bis auf Hamburg sind über Ostern alle Bundesländer in den Schulferien. Gedulden müssen sich Autofahrer vor allem auf dem Weg in Richtung Alpen und zu den Küsten von Nord- und Ostsee. Aber auch rund um die Großräume Rhein-Ruhr und Rhein-Main sowie die Städte Berlin, Hamburg, München und Stuttgart ist mit Behinderungen zu rechnen.

Wer in die Berge fährt oder über die Alpen, sollte mit den Sommerreifen noch etwas warten

ADAC-Sprecher

Über Ostern soll es noch einmal kalt werden, mit Frost in den Nächten, Schnee in höheren Lagen - und glatten Straßen. „Wer in die Berge fährt oder über die Alpen, sollte mit den Sommerreifen noch etwas warten“, sagte der ADAC-Sprecher.

Gibt es auch ein Rückreise-Chaos?

Bereits am vergangenen Wochenende hatten mit Beginn der Osterferien in einem Dutzend Bundesländern viele Urlauber im Stau gesteckt. Allein am Freitag gab es laut ADAC bundesweit mehr als 2500 Staumeldungen. Die Staus hatten eine Gesamtlänge von fast 5000 Kilometern.

Zum Ferienende hin werde die Lage aber entspannter, prognostizierte der ADAC-Sprecher: „Zum großen Rückreise-Chaos kommt es voraussichtlich nicht, weil viele Autofahrer ihre Heimreise schon ein paar Tage vorher antreten.“

Und wenn man doch einmal im Stau steht:
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Grundsätzlich sorgen mit Beginn des Frühjahrs verstärkt Baustellen für stockenden Verkehr. Derzeit gibt es laut ADAC auf den Autobahnen fast 390 Baustellen, rund zehn Prozent mehr als im April 2016.

Die möglichen Staustrecken:

A 1 Lübeck - Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln, beide Richtungen

A 2 Dortmund - Hannover - Berlin, beide Richtungen

A 3 Oberhausen - Köln - Frankfurt - Würzburg - Nürnberg - Passau

A 4 Kölner Ring

A 5 Kassel - Frankfurt - Karlsruhe - Basel

A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg, beide Richtungen

A 6 Kaiserslautern - Mannheim: Vollsperrung zwischen Ludwigshafen-Nord und Mannheim-Sandhofen in beiden Richtungen vom 14. April (21.00 Uhr) bis 15. April (5:00 Uhr)

A 7 Hamburg - Hannover - Würzburg - Füssen/Reutte

A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg

A 9 München - Nürnberg - Berlin, beide Richtungen

A 10 Berliner Ring

A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen

A 81 Heilbronn - Stuttgart - Singen

A 93 Kufstein - Inntaldreieck

A 95 / B2 München - Garmisch-Partenkirchen

A 99 Umfahrung München

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Auch in Österreich und in der Schweiz sorgen über Ostern viele Autofahrer auf den Transitrouten, rund um die Ballungsräume und in den Skigebieten für starken Reiseverkehr. Dies gilt bereits vom Donnerstagnachmittag an bis in den Abend hinein und vor allem auch für den Samstag. Am Montag dürfte dann in den Alpenländern starker Rückreiseverkehr in nördliche Richtung aufkommen.

Aufgrund von Grenzkontrollen dürfte es an Österreichs Grenze zu Deutschland längere Wartezeiten geben.

Die größte Staugefahr sieht der ADAC für die Übergänge Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim).

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