Geldstrafe
Arbeitsamt betrogen: 1800 Euro Strafe

Nordwalde/Steinfurt -

Gleich zwei Mal innerhalb eines Jahres bezog ein 26-jähriger Mann aus Nordwalde Arbeitslosenunterstützung, obwohl er einen Job hatte. Das Amtsgericht Steinfurt verurteilte den Wiederholungstäter am Mittwoch wegen Betruges zu einer Geldstrafe.

Freitag, 21.04.2017, 13:49 Uhr

Im Amtsgericht Steinfurt wurde ein Nordwalder wegen Betrugs zu einer Geldstrafe verurteilt.
Im Amtsgericht Steinfurt wurde ein Nordwalder wegen Betrugs zu einer Geldstrafe verurteilt. Foto: Mike Oelerich

Zunächst vom 1. April bis 31. Mai und anschließend vom 15. bis 31. August vergangenen Jahres erhielt der Maler und Lackierer insgesamt 1087,55 Euro vom Arbeitsamt. Dabei jobbte der Angeklagte zeitgleich bei einer Fensterreinigungsfirma und einem Zeitarbeitsunternehmen. „Ich verstehe das nicht. Ich habe jedes Mal dem Arbeitsamt doch Bescheid gegeben“, zuckte der Angeklagte mit den Schultern. Beweise für die Behauptung konnte er jedoch nicht vorweisen. Auch sein Anwalt ging davon aus, dass sein Mandant entlastende Papiere mitgebracht hätte. Ein Schreiben holte der Beschuldigte noch nachträglich aus seinem Auto. Doch das Papier belastete ihn eher. „Sie müssen endlich mal Ordnung in ihrem Leben halten“, sagte sein Verteidiger. Auch die Richterin hatte am Ende keine Geduld mehr: „Sie sind 2015 schon einmal wegen genau des gleichen Vergehens vom Amtsgericht Rheine zu 750 Euro Strafe verurteilt worden.“

Der Angeklagte schien sich daran nicht mehr erinnern zu können. Seit Anfang April zahle er den entstandenen Schaden aus dem letzten Jahr in Raten zurück, gab er vor. Doch das beeindruckte das Gericht nicht. Die Staatsanwältin plädierte wegen Betruges in zwei Fällen auf eine Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro. Der Verteidiger versuchte das Strafmaß um 600 Euro geringer ausfallen zulassen, doch das Urteil richtete sich nach der Forderung der Anklage.

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