Wie eine Drillingsgeburt den Alltag verändert
Plötzlich zu fünft

Münster-Hiltrup -

Am Liebsten liegen Federica, Isabella und Massimo in ihren drei kleinen Sitzsäcken vor dem Wohnzimmerfenster und schlafen in der warmen Sonne. „Wenn man allerdings Pech hat, fängt das eine Baby an zu schreien, wenn das andere gerade aufgehört hat“, sagt der Vater und schmunzelt.

Sonntag, 23.04.2017, 11:52 Uhr

Wenn Maren und Markus Schlüter-Isenbeck mit dem großen Kinderwagen unterwegs sind, schauen alle hin. Daran müssen sie sich noch gewöhnen – doch die Hauptsache ist: „Wir sind total glücklich über unsere drei gesunden Kinder.“
Wenn Maren und Markus Schlüter-Isenbeck mit dem großen Kinderwagen unterwegs sind, schauen alle hin. Daran müssen sie sich noch gewöhnen – doch die Hauptsache ist: „Wir sind total glücklich über unsere drei gesunden Kinder.“ Foto: mlü

Um eines vorneweg ganz klar zu sagen: „Drillinge sind nicht schrecklich“, betont die frisch gebackene dreifache Mama Maren Schlüter-Isenbeck. Denn genau das sei seltsamerweise die Reaktion der meisten Menschen, wenn sie die drei Babys sehen. „Viele Leute um uns herum sind fast entsetzt – sie sagen: Drillinge? Fürchterlich!“ Verstehen kann sie das nicht. „Wir sind total glücklich über unsere drei Kinder, und vor allem, dass sie gesund sind.“

Denn das ist keine Selbstverständlichkeit, Mehrlingsgeburten sind fast immer Frühgeburten. „Das einzig Schreckliche an Drillingen ist die Angst während der Schwangerschaft. Aber die ist jetzt ja durchgestanden“, ist Maren Schlüter-Isenbeck erleichtert. Im Unterschied zu vielen anderen werdenden Eltern wussten die Maren und Markus Schlüter-Isenbeck lange im voraus, dass eine Frühgeburt auf sie zukommt.

Zum Thema: Drillinge

Dreifaches Glück: Eltern freuen sich über Drillinge

Nachwuchs im Dreierpack: Maja, Mila und Fiete erblickten das Licht der Welt

Besonders viele Mehrlings-Geburten in Coesfeld:  98 Zwillinge und zwei Drillinge

...

Entsprechend gefasst konnten sie auf das medizinische und technische Arsenal reagieren, mit dem die Neugeborenen in den ersten Tagen versorgt und überwacht wurden. Magensonden, Schläuche, Kabel. Doch schließlich geht alles gut aus. Seit fünf Wochen leben die Geschwister gesund und munter in Hiltrup bei ihren Eltern.

Vielfältige Herausforderungen

Am Liebsten liegen Federica, Isabella und Massimo in ihren drei kleinen Sitzsäcken vor dem Wohnzimmerfenster und schlafen in der warmen Sonne. Noch lieber lassen sie sich mit dem Kinderwagen herumfahren.

Die beliebtesten Jungen-Vornamen 2016

1/10
  • Auf dem 10. Platz: Luca oder Luka (im Vorjahr noch Platz 8)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 9: Noah (2015: 9. Platz)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 8: Jonas (2015: Platz 10)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 7: Ben (2015: Platz 7)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 6: Louis oder Luis (2015: Platz 6)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 5: Leon (2015: Platz 5)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 4: Paul (2015: Platz 4)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 3: Maximilian (2015: Platz 1)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 2: Alexander (2015: Platz 1)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 1: Elias (2015: Platz 3)

    Foto: Colourbox.de

„Wenn man allerdings Pech hat, fängt das eine Baby an zu schreien, wenn das andere gerade aufgehört hat“, sagt Vater Markus Schlüter-Isenbeck und schmunzelt. Man müsse sich schon sehr gut organisieren, damit keiner der drei Kinder zu kurz komme – „oder keiner von uns beiden Eltern.“

Das fängt mit dem Ernährungsprotokoll an – streng wird Buch darüber geführt, welches Baby wie viel Milch bekommen hat. In der Küche stehen dutzende leere Fläschchen bereit für den Einsatz, mit einem wasserlöslichem Filzstift werden vor dem Befüllen die Initialen draufgeschrieben.

Eltern im "Wechseldienst"

Über den kommunalen Sozialdienst haben sie eine Haushaltshilfe organisiert, der Verein „Wellcome“ unterstützt die Familie ehrenamtlich mit Hausbesuchen. Die Nacht haben sich die Eltern aufgeteilt – er übernimmt die Spätschicht, sie die Frühschicht.

Sie waren extra nach Hiltrup gezogen, um in einer neuen Wohnung Platz für den Nachwuchs zu haben. Als dann bei jedem Ultraschall ein Baby mehr zu sehen war, wurde klar: Irgendwann muss es noch einmal einen Umzug geben. Aber die ersten Jahre wird es noch klappen. Abwarten.

Die beliebtesten Mädchen-Vornamen 2016

1/10
  • Platz 10: Johanna (im Vorjahr ebenfalls Platz 10)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 9: Hanna oder Hannah (2015: Platz 7)

    Foto: Shutterstock
  • Platz 8: Anna (2015: Platz 9)

    Foto: Shutterstock
  • Platz 7: Mia (2015: Platz 5)

    Foto: Shutterstock
  • Platz 6: Emilia (2015: Platz 8)

    Foto: Shutterstock
  • Platz 5: Emma (2015: Platz 6)

    Foto: Shutterstock
  • Platz 4: Maria (2015: Platz 4)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 3: Sophia oder Sofia (2015: Platz 3)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 2: Sophie oder Sofie (2015: Platz 1)

    Foto: Colourbox.de
  • Platz 1: Marie (2015: Platz 2)

    Foto: Colourbox.de

Spannend wird es beim Kita-Platz: „Sie sollten schon einen Platz in der gleichen Kita bekommen“, hofft Markus Schlüter-Isenbeck.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4783433?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947630%2F
Nachrichten-Ticker