Mehrere Straftaten in Westerkappeln und Lotte
Osnabrücker Polizei nimmt Einbrecherbande hoch

Osnabrück/Westerkappeln/Lotte -

Der Osnabrücker Polizei ist ein Schlag gegen die Einbruchskriminalität gelungen. Sie hat eine Bande hochgenommen, deren Mitglieder auch mehrere Einbrüche in Westerkappeln und Lotte begangen haben sollen.

Mittwoch, 21.06.2017, 13:02 Uhr

 
  Foto: dpa

Aufgrund einer Vielzahl von Einbruchsdiebstählen in Stadt und Landkreis Osnabrück sowie im angrenzenden Tecklenburger Land war bei der Osnabrücker Polizei eigens hierfür eine Ermittlungsgruppe gebildet worden. In den Fokus der Ermittler ist dabei eine Gruppe von zehn Litauern geraten, die unter dem Verdacht des schweren Bandendiebstahls stehen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand reisten zwei Mitglieder der Gruppe wiederholt aus Litauen nach Deutschland ein, um von Osnabrück aus Einbrüche in Häuser zu begehen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

In Osnabrück wohnende Komplizen hätten für die Logistik gesorgt, ihre Wohnungen als Unterkunft zur Verfügung gestellt und ein für die Taten benutztes Auto auf ihren Namen angemeldet.

Die Ermittler stellten fest, dass die mutmaßlichen Täter mit dem bereitgestellten Pkw mehrmals täglich insbesondere durch die westlich und östlich gelegenen Wohngebiete Osnabrücks fuhren, um dort infrage kommende Häuser auszukundschaften.

Derzeit könnten 14 Einbrüche aus den Jahren 2013 bis zum heutigen Tag nachgewiesen werden, die von den beiden Einbrechern der Bande begangen wurden, darunter auch einige in Westerkappeln und Lotte.

Am Dienstagnachmittag gab es laut Mitteilung im Osnabrücker Stadtgebiet umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen bei den Verdächtigen. Dabei seien umfangreiche Beweismittel wie Schmuck, technische Geräte, Lebensmittel und anderes Diebesgut sichergestellt worden. Möglicherweise könnten die Gegenstände im Laufe der Ermittlungen weiteren Einbrüchen in der Region zugeordnet werden, sagte Frank Oevermann, Sprecher bei der Polizeiinspektion Osnabrück.

Die beiden 29 und 52 Jahre alten mutmaßlichen Haupttäter wurden von Spezialkräften der Polizei außerhalb ihrer Unterkunft aufgrund vorliegender Haftbefehle festgenommen und befinden sich nun in Untersuchungshaft. Die übrigen Beschuldigten wurden nach der Vornahme erkennungsdienstlicher Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen dauern an.

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