Mögliche Tierschutz-Verstöße
Bericht entlastet Christina Schulze Föcking

Düsseldorf -

In der Affäre um mögliche Tierschutz-Verstöße auf dem Familienhof der neuen Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking hat die Fachaufsicht des Ministeriums die Vorwürfe von Tierschutzaktivisten entkräftet. Die bei Einbrüchen entstandenen Videobilder zeigten Folgen der häufig vorkommenden Schwanzbeißerei unter Schweinen.

Dienstag, 05.09.2017, 15:09 Uhr

Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU)
Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU) Foto: Federico Gambarini (dpa)

Zu dem am Dienstag bekannt gewordenen Bericht muss sich die CDU-Politikerin an diesem Mittwoch im Agrarausschuss des Landtags den Fragen der Opposition stellen.

Die Ergebnisse einer Routinekontrolle durch das Veterinäramt des Kreises Steinfurt und die Vorwürfe von Tierschutzorganisationen hat das Tierschutzreferat des Ministeriums als "weisungsungebundene" Fachaufsicht bewertet. Ebenso das Gutachten des Tierpathologen Professor Siegfried Überschär, der die TV-Bilder von verletzten, erkrankten und verdreckten Ferkeln als Ergebnis langer Verwahrlosung gebrandmarkt hatte.

Diese Sichtweise wird von der Fachaufsicht als nicht haltbar und nicht praxisgerecht verworfen. Die festgestellten Verletzungen seien als Folge des Schwanzbeißens zu bewerten. Die von Frank Schulze Föcking als Betriebsleiter vorgenommenen Maßnahmen bewertet die Behörde als fachgerecht und angemessen.

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