Zu Besuch bei der NASA in Houston
Telgter plant Marsmission

Telgte -

Jedes Jahr fliegt ein Telgter Gymnasiast zur NASA nach Houston. In diesem Jahr war Daniel Vrankar vor Ort und schwärmt nach seiner Rückkehr von der Zeit dort.

Mittwoch, 20.09.2017, 16:37 Uhr

Daniel Vrankar (r.) mit dem US-amerikanischen Astronauten Douglas H. Wheelock, der 178 Tage im All verbracht hat.
Daniel Vrankar (r.) mit dem US-amerikanischen Astronauten Douglas H. Wheelock, der 178 Tage im All verbracht hat. Foto: privat

Der 17-jährige Schüler Daniel Vrankar verbrachte einen Teil des Sommers anders, als die meisten anderen Schüler in Telgte und der Umgebung. Anstatt zu faulenzen, flog er nach Houston (USA), um dort die „United Space School“ der NASA zu besuchen. Für zwei Wochen planten 50 Schüler aus 25 Ländern aus aller Welt eine Mission, die eine Kolonisierung auf den Mars ermöglichen sollte.

Doch die Vorbereitungen begannen schon einige Wochen vorher, wie der Telgter berichtet: „Durch einige Aufgaben, die man bereits im Vorhinein lösen musste, wurde entschieden, in welches von fünf verschiedenen Teams man kommt, die alle verschiedene Aufgaben bei der Marsmission hatten.“ Zu seiner Freude kam der Gymnasiast in das „Rote Team“, welches für die Planung und den Bau einer Rakete zum Marsorbit zuständig war. Für ihn ist es wichtig herauszustellen, dass „eine erfolgreiche Planung der Mission nur möglich war, indem man gut mit allen anderen Teams zusammengearbeitet hat“. Die anderen Mannschaften kümmerten sich unter anderen um das Budget der Mission, um einen erfolgreiche Landung auf dem Mars, die Entwicklung eines Marsrovers und die Lebenserhaltung für die Astronauten.

Neben der Arbeit in den Gruppen standen zahlreiche Ausflüge an, unter anderem zu der „Saturn-5-Mondrakete“ oder auch dem „ISS Controll Room“. „Es ist einfach Wahnsinn, wenn man plötzlich in jenem Kontrollraum steht, von dem Menschen ins Weltall geschickt wurden“, so der begeisterte Daniel Vrankar, der sogar die Möglichkeit hatte, „Space Food“ zu kosten und einen Raumanzug anzuprobieren. Darüber hinaus gab es Vorträge von Experten der NASA über Themen wie die Forschung auf dem Mars, den Antrieb einer Rakete oder welche Konsequenzen eine Reise zum Mars für den menschlichen Körper haben würde. Am Ende der „United Space School“ stand die Präsentation der Ergebnisse vor den Gastfamilien und erfahrenen NASA-Mitarbeitern an. Trotz etwas Nervosität lief alles gut, und Daniel Vrankar erhielt sein Abschluss-Zertifikat. Am Ende bleibt für ihn festzuhalten: „Die Erfahrungen und besonders die Freundschaften mit Menschen aus allen Teilen der Welt werde ich nie vergessen. Ich kann nur jeden motivieren, sich zu bewerben, auch wenn man sich nicht so gut mit dem Weltall auskennt. Es werden auch Biologen, Juristen und Budgetplaner gebraucht.“

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