IT-Initiative der lokalen Wirtschaft in Telgte
Digitaler Fortschritt für alle Schüler

Telgte -

Eine Initiative der lokalen Wirtschaft will in mehreren Projektschritten dafür sorgen, dass Telgte sowohl im Hinblick auf die IT-Ausstattung der Schulen als auch beim Einsatz entsprechender Techniken im Unterricht eine Schlüsselrolle einnimmt.

Sonntag, 26.11.2017, 12:40 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 26.11.2017, 05:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 26.11.2017, 12:40 Uhr
Das Tablet soll in Zukunft in den Telgter Schulen zur Standard-Ausstattung der Schülerinnen und Schüler gehören. Eine Initiative der lokalen Wirtschaft setzt sich dafür ein.
Das Tablet soll in Zukunft in den Telgter Schulen zur Standard-Ausstattung der Schülerinnen und Schüler gehören. Eine Initiative der lokalen Wirtschaft setzt sich dafür ein. Foto: colourbox.com

Die Tür in die digitale Zukunft steht für alle Telgter Schüler ganz weit auf: Denn eine Initiative der lokalen Wirtschaft, federführend sind hier Magdalena Münstermann vom gleichnamigen Maschinenbaubetrieb aus Westbevern, Christian Bleser von Hygi.de und Olaf Hartmann von der Sparkasse Münsterland-Ost, will in mehreren Projektschritten dafür sorgen, dass Telgte sowohl im Hinblick auf die IT-Ausstattung der Schulen als auch beim Einsatz entsprechender Techniken im Unterricht eine Schlüsselrolle einnimmt und damit alle Schüler, egal welcher Schulform, fit für die Zukunft gemacht werden. „Wir müssen dringend etwas tun, sonst sind wir abgehängt“, sagt Christian Bleser.

Eines ist den drei Initiatoren dabei besonders wichtig. Das Großprojekt soll nicht nur in enger Abstimmung zwischen Wirtschaft, Schulen und Verwaltung erfolgen, sondern es soll bei diesem Schritt in die digitale Zukunft jeder mitgenommen werden. Auch die VHS ist mit im Boot. Ob Lehrer, Schüler, die gesamte Telgter Wirtschaft, Eltern, Politiker oder andere Gruppen: „Wir müssen alle gemeinsam und ohne Vorbehalte an einem Strang ziehen, dann wird das gelingen“, ist Magdalena Münstermann überzeugt.

Einige Vorgespräche haben bereits stattgefunden, und dabei wurde eine Art roter Faden ermittelt. Um das Großprojekt zu konkretisieren sind zudem Ralf Große Westerloh, er ist der verantwortliche Lehrer für diese Phase, und die Verwaltung derzeit damit beschäftigt, die Bedarfe zu ermitteln.

In einem ersten Schritt soll ein „Digitales Kompetenzzentrum“ für alle Telgter Schüler – von der Grund- bis zur weiterführenden Schule – entstehen, aller Voraussicht nach am Schulzentrum. Die geplante Ausstattung dieses Zentrums lässt nicht nur die Herzen von IT-Experten höher schlagen. iPads, dazu passende schnelle Rechner, Robotertechnik, 3D-Drucker, Kameras, Soundsysteme und vieles mehr sollen dafür sorgen, dass alle denkbaren Aufgaben und Anforderungen im Unterricht mit dieser digitalen Ausstattung erfolgen können. Dazu gehören auch eine entsprechende Software und Schulung der Pädagogen. „Wir haben die Vision, dass dieses Zentrum möglicherweise schon im ersten Quartal 2018 konkretisiert werden könnte“, lässt Olaf Hartmann keinen Zweifel daran, dass beim Thema digitaler Fortschritt keine Zeit verschenkt werden darf.

Wichtig ist den Unternehmen, dass die Schüler in diesem Kompetenzzentrum einerseits ihre IT-Kenntnisse vertiefen, andererseits in enger Abstimmung mit der lokalen Wirtschaft möglichst praxisnahe Aufgaben umsetzen und damit frühzeitig an das spätere Berufsleben herangeführt werden. „Das ist quasi die Veredelung des Telgter Modells“, sagt Christian Bleser.

Das Kompetenzzentrum ist aber lediglich der Anfang. Zudem schwebt den Initiatoren vor, zumindest alle Schüler der weiterführenden Schulen, möglicherweise auch die höheren Jahrgänge der Grundschulen, mit iPads auszustatten.

Die Finanzierung des Ganzen soll über Spenden und andere Zuwendungen erfolgen. Ein Verein oder eine ähnliche rechtliche Konstruktion, die die Gemeinnützigkeit sicherstellt, soll sich nicht nur um die Finanzen kümmern, sondern auch den Betrieb des Kompetenzzentrums und alle weiteren Schritte sicherstellen. Näheres wird derzeit intensiv geprüft genauso wie die Frage, wie hoch die monatlichen Kosten sein werden. Dass diese nicht gerade gering ausfallen, ist Christian Bleser bewusst. „Im Vergleich zu dem, was Unternehmen teilweise bereits jetzt aber auf jeden Fall in Zukunft ausgeben müssen, um gute Fachkräfte zu gewinnen, relativiert sich diese Summe schnell“, ist er überzeugt.

Das Großprojekt soll eine Win-Win-Situation für alle erbringen. „Wir müssen die Schüler frühzeitig an uns binden“, sagt Christian Bleser, denn sie seien die Fachkräfte der Zukunft, die die gesamte Telgter Wirtschaft benötige. 

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