Zurück in den Libanon
Elias Safa hinterlässt Lücke

Ascheberg -

Wie wertvoll seine Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe war, zeigt die Vergabe des Ascheberger Ehrenamtspreises. Mit seinem Weggang hat Elias Safa eine Lücke gerissen.

Mittwoch, 03.01.2018, 08:01 Uhr

Ehrenamtspreisträger Elias Safa ist aus persönlichen Gründen in den Libanon zurückgekehrt.
Ehrenamtspreisträger Elias Safa ist aus persönlichen Gründen in den Libanon zurückgekehrt. Foto: hbm

Die Flüchtlingshilfe St. Lambertus Ascheberg muss seit einiger Zeit auf die Hilfe von Elias Safa verzichten. Der Ehrenamtspreisträger der Gemeinde Ascheberg ist aus privaten Gründen in den Libanon ausgereist. Eine erneute Einreise nach Deutschland erlaubt sein Status nicht. Gerüchten, Safa sei ausgewiesen worden, fehlt jede Grundlage.

„Er fehlt uns sehr“, sagt Maria Schumacher. Die Vorsitzende der Flüchtlingshilfe St. Lambertus hatte im Mai 2017 die Laudatio für Elias Safa gehalten. Vermisst werden weniger die sprachlichen Dolmetscher-Dienste des Mannes, der 2003 aus dem Libanon geflüchtet und nach Deutschland gekommen war: „Elias kannte sich bei den Flüchtlingen aus und hat uns viele Tipps für die Arbeit gegeben.“ Bevor an einer Stelle Probleme auftreten konnten, war bei den Helfern schon ein Hinweis darauf eingegangen. Für die Rolle, die der Ehrenamtspreisträger eingenommen hat, wurde bisher kein Nachfolger gefunden.

Safa, der im Mai in St. Benedikt Herbern zur Erstkommunion gegangen war, hat um seine Arbeit nie ein großes Aufheben gemacht. Deswegen ist auch zu respektieren, dass seine Rückkehr in den Libanon aus privaten Gründen erfolgte und seine Privatsache bleibt. Die Flüchtlingshelfer sind dankbar, dass sie mit ihm zusammenarbeiten durften. Das ideelle Dankeschön der Gemeinde Ascheberg aus dem Mai 2017 bleibt dauerhaft erhalten.

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