Steuererklärung für das Jahr 2017 wird deutlich einfacher
Finanzamt verzichtet auf Belege

Tecklenburger Land -

Mit der Steuererklärung für das Jahr 2017 müssen grundsätzlich keine Belege mehr eingereicht werden. Darauf weist das fürs ganze Tecklenburger Land zuständige Finanzamt in Ibbenbüren hin.

Mittwoch, 14.02.2018, 07:00 Uhr

Für die Einkommenssteuererklärung müssen grundsätzlich keine Belege mehr eingereicht werden.
Für die Einkommenssteuererklärung müssen grundsätzlich keine Belege mehr eingereicht werden. Foto: dpa

Die Belege müssten jedoch aufbewahrt werden und auf konkrete Nachfrage des Finanzamts diesem vorgelegt werden. „Die Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2017 wird deutlich einfacher“, sagt Michael Spielmann, Leiter des Finanzamts Ibbenbüren. Erstmalig müssten Bürger mit der Einkommensteuererklärung nur noch dann Belege an das Finanzamt senden, wenn diese in den Formularen ausdrücklich verlangt werden. „Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn erstmals ein Behinderten-Pauschbetrag beantragt wird“, erläutert Spielmann die Neuerung.

Um Kosten bei der Steuererklärung absetzen zu können, mussten bisher Belege und Quittungen beim Finanzamt eingereicht werden. Mit dem im Sommer 2016 verabschiedeten Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens wurde aus der Belegvorlagepflicht eine Belegvorhaltepflicht.

„Bei Bedarf fordert das Finanzamt die Belege an, die es sehen will. Dazu sind die Belege mindestens bis zum Abschluss des Besteuerungsverfahrens aufzubewahren“, erklärt Michael Spielmann weiter.

Der Leiter des Ibbenbürener Finanzamtes empfiehlt, die Steuererklärung elektronisch abzugeben. „Ohne Belege ist es jetzt noch attraktiver, die Steuererklärung über die kostenlose Steuersoftware der Finanzverwaltung elektronisch abzugeben.“ Nach einer Registrierung unter „ELSTER - Ihr Online-Finanzamt“ (nähere Informationen unter www.elster.de ) könne die Steuererklärung auf elektronischem Weg – vollkommen papierlos und ohne Unterschrift – direkt an das Finanzamt übermittelt werden.

Steuerbürger können bereits jetzt ihre Steuererklärungen beim Finanzamt einreichen, eine Bearbeitung sei jedoch erst ab Anfang März möglich, schreibt di Steuerbehörde. Hintergrund sei, dass Arbeitgeber, Versicherungen und andere Institutionen – wie schon in den vergangenen Jahren – bis Ende Februar Zeit hätten, die für die Steuerberechnung benötigten Unterlagen und Daten elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Dazu zählten etwa Lohnsteuer-Bescheinigungen, Beitragsdaten zur Kranken- und Pflegeversicherung und zur Altersvorsorge sowie Rentenbezugsmitteilungen.

Bei einer elektronischen Abgabe der Steuererklärung für 2017 gelte eine verlängerte Abgabefrist bis zum 31. Juli 2018 (normale Frist: 31. Mai). Wird die Steuererklärung von Steuerberatern oder Lohnsteuerhilfevereinen erstellt, sei die Erklärung erst bis zum Jahresende abzugeben.

Und noch ein Hinweis vom Finanzamt: Der Grundfreibetrag steigt von 8652 Euro im Jahr und pro Person auf 8820 Euro. Wer ein geringeres zu versteuerndes Einkommen hat, müsse keine Einkommensteuer zahlen.

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