Influenza
463 Grippe-Kranke sind Rekord

Kreis Warendorf -

Bislang wurden 463 Grippe-Fälle beim Kreisgesundheitsamt gemeldet. Das sind deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.

Donnerstag, 01.03.2018, 07:10 Uhr

Medikamente und ein Fieberthermometer liegen auf dem Nachttisch. Die Grippewelle hat auch im Kreis viele Menschen erwischt. 463 Fälle wurden bislang gemeldet.
Medikamente und ein Fieberthermometer liegen auf dem Nachttisch. Die Grippewelle hat auch im Kreis viele Menschen erwischt. 463 Fälle wurden bislang gemeldet. Foto: dpa

Gliederschmerzen, Fieber, extreme Schlappheit: Viele Menschen liegen derzeit mit Grippe oder grippalem Infekt im Bett. Und in etlichen Fällen wurde gar nicht erst untersucht, ob es sich nun um eine Erkältung oder um die echte Grippe handelt. Trotzdem wurden im Kreis Warendorf bislang schon 463 Influenza-Fälle gemeldet. Das liegt deutlich über den Werten der vergangenen Jahre.

So wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 2015 nur 66 Grippefälle gemeldet. 2016 waren es 36, und im Jahr 2017 wurden 306 Influenza-Fälle registriert. „Damit haben wir von 2016 auf 2017 fast eine Verzehnfachung und von 2017 auf 2018 immerhin noch einen Zuwachs von etwa 50 Prozent“, kommentiert Dr. Thomas König vom Kreisgesundheitsamt. Er ist dort für den Bereich Infektionsschutz zuständig.

Die Grippewelle ebbt normalerweise ab Anfang März ab, so dass es für eine Impfung jetzt recht spät ist.

Dr. Thomas König

König weist darauf hin, dass die Zahl der Infektionen fast von Woche zu Woche gestiegen ist. „Gerade in den letzten beiden Wochen hat sich die Zahl der gemeldeten Influenza-Fälle bei uns im Kreis deutlich erhöht.“ Die Zahlen für die ersten acht Wochen im Jahr sind diese: 2, 10, 9, 31, 42, 48, 106 und 215 (1. bis 8. Kalenderwoche). Und in der jetzt laufenden Woche wurden bis Mittwoch 91 Fälle gemeldet.

Obwohl sich die Zahl der Grippe-Kranken zuletzt verdoppelt hat, empfiehlt König zum jetzigen Zeitpunkt keine Schutzimpfung mehr. „Die Grippewelle ebbt normalerweise ab Anfang März ab, so dass es für eine Impfung jetzt recht spät ist, zumal sie erst nach etwa 14 Tagen Schutz bietet“, erklärt der Mediziner. Ohnehin werde die Impfung nur für besonders gefährdete Personengruppen empfohlen.

Für viele Betriebe und Verwaltungen ist der hohe Krankenstand, der durch die Grippewelle verursacht wurde, eine große Herausforderung. Die Stadt Ahlen musste deswegen zum Beispiel ihren Bürger-Service einschränken.

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