Scharlachfälle auch in Westerkappeln
Symptome ähneln der Grippe

Westerkappeln -

Nässe und Kälte sind im Winter die Norm – ebenso wie zahlreiche Erkältungskrankheiten und Infekte. Mit dabei, vor allem bei Kindern, ist Scharlach. In diesem Jahr gab es bereits acht gemeldete Fälle in Westerkappeln.

Montag, 05.03.2018, 18:00 Uhr

Wer an Scharlach erkrankt ist, hat zunächst grippeähnliche Symptome und rasch ansteigendes Fieber. Erkranken können Kinder und Erwachsene.
Wer an Scharlach erkrankt ist, hat zunächst grippeähnliche Symptome und rasch ansteigendes Fieber. Erkranken können Kinder und Erwachsene. Foto: djd/tetesept

Daran, dass sie Scharlach hatten, können sich vermutlich die meisten nicht mehr erinnern. Viele Kinder stecken sich im Alter zwischen vier und sieben Jahren mit Scharlach an.

Scharlach ist eine Infektionskrankheit. „Die Scharlach-Bakterien verursachen meist eine Halsentzündung und einen Hautausschlag“, heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsdienstes Steinfurt.

Zunächst leidet der Erkrankte an grippeähnlichen Symptomen wie Halsschmerzen, Schüttelforst und rasch ansteigendes Fieber. „Gaumen und Rachen sind rot, die Mandeln entzündet und unter Umständen weiß belegt. Die Lymphknoten am Hals schwellen stark an“, wird der Krankheitsverlauf weiter beschrieben.

Nach wenigen Tagen bildet sich dann ein Hautausschlag, der sich über den Körper ausbreitet. Die Wangen sind gerötet, aber die Mundregion bleibt blass. Dieser Ausschlag verschwindet nach etwa sechs bis neun Tagen. „Typisch für eine Scharlach-Erkrankung ist auch die „Himbeer-Zunge“: Zuerst ist die Zunge weiß belegt, nach einigen Tagen rötet sie sich himbeerfarben.“

In Westerkappeln gab es in diesem Jahr erst einen gemeldeten Fall. Im gesamten Kreis Steinfurt wurden dem Gesundheitsamt 44 Fälle von Kindertagesstätten und Schulen gemeldet.

Erkrankte Personen sollten den Kontakt zu anderen möglichst vermeiden. Die Ansteckungsgefahr hält in der Regel an, bis die Symptome abklingen. Nimmt der Erkrankte Antibiotika, ist er nach rund 24 Stunden nach Aufnahme nicht mehr ansteckend.

Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht.

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