Brand in der Biete
Bewohnerin im Rollstuhl durchs Treppenhaus getragen

Senden -

Das Feuer in dem Mehrfamilienhaus an der Biete forderte die Feuerwehr nicht besonders heraus. Für manche Anwohner, die sich in Sicherheit bringen mussten, sei es aber zu dramatischen Szenen gekommen.

Dienstag, 06.03.2018, 16:04 Uhr

Für die Feuerwehr, die keine Drehleiter einsetzen musste, war der Einsatz am Freitag an der Biete schnell abgehakt. Rettungsdienst und die Wehren waren mit einem Großaufgebot ausgerückt.
Für die Feuerwehr, die keine Drehleiter einsetzen musste, war der Einsatz am Freitag an der Biete schnell abgehakt. Rettungsdienst und die Wehren waren mit einem Großaufgebot ausgerückt. Foto: sff

Für die Feuerwehr war es ein Einsatz, der schnell und ohne Komplikationen abgewickelt wurde. Doch bei manchen Bewohnern sitzt der Schrecken über das Feuer, das – wie berichtet – am Freitagvormittag ausgebrochen war, noch tief. Denn nicht in allen Fällen gestaltete es sich so einfach, das Haus zu verlassen, als sich Qualm vom zweiten Stockwerk aus verbreitete.

„Das war ganz schön dramatisch“, schildert eine Bewohnerin. Sie fasst damit zusammen, wie ihre 90-jährige Mutter, die im Rollstuhl sitzt, durchs Treppenhaus getragen wurde. Ein Familienangehöriger und ein Nachbar leisteten dabei tatkräftige Hilfe.

Als Brandursache hat die Polizei ermittelt, dass das Feuer beim Essenkochen entstanden ist. Ein Topf oder eine Pfanne, in der Fett erhitzt wurde, sei auf dem Herd vergessen worden, ergänzt die Pressestelle der Polizei auf WN-Anfrage.

In der Wohnung, die von der Gemeinde Senden angemietet wird, leben zwei Männer, die sich eine Küche teilen. Während einer der Bewohner, ein in Pakistan geborener Deutscher, bei der Arbeit war, hatte sein 19-jähriger Mitbewohner, der ebenfalls einen deutschen Pass hat, damit begonnen, sein Mittagessen vorzubereiten. Polizei und Sozialverwaltung der Gemeinde weisen damit darauf hin, dass das Feuer nicht in einer von Flüchtlingen genutzten Wohnung ausgebrochen ist. In dem Gebäude mit elf Mietparteien hat die Kommune – neben der Wohnung, die vor Obdachlosigkeit bewahren soll – drei Wohnungen angemietet, in denen Familien leben, die als Flüchtlinge in Senden Schutz gefunden haben.

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