Kriminalitätsentwicklung 2017
„Im Kreis lebt man sicherer“

Kreis Steinfurt -

40 Seiten Zahlen, Tabellen, Diagramme, Kurven und erläuternde Texte. Die Führung der Kreispolizei hat einen umfassenden und detaillierten Bericht darüber vorgelegt, wie häufig im Kreis Steinfurt 2017 welche Straftaten begangen worden sind. Die Bilanz fällt im Vergleich zu anderen NRW-Regionen weitgehend beruhigend aus.

Mittwoch, 07.03.2018, 16:40 Uhr

Kriminalitätsentwicklung 2017: „Im Kreis lebt man sicherer“
(Symbolbild) Foto: dpa

Die Gesamtzahl der Fälle ist mit 25 650 so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Gegenüber 2016 hat sie noch einmal um 360 (-1,4 Prozent) abgenommen. 2011 lag sie noch bei über 28 200.

Sowohl Landrat Dr. Klaus Effing als auch der Leitende Polizeidirektor Frank Fichtner und Kriminaldirektor Uwe Klatt bewerteten die Entwicklung positiv. „Im Kreis Steinfurt lebt man sicher“, kommentierte der Landrat die Veränderungen. Fichtner fügte an: „Wir können uns mit unserer Arbeit im Land sehen lassen.“ Effing dankte zugleich allen, die daran mitgewirkt haben, dass Kriminalität in der Region ein Stück weiter eingedämmt werden konnte.

Das spiegelt unter anderem der Gefährdungsgrad wieder, im Kreis Steinfurt Opfer einer Straftat zu werden. Diese Häufigkeitszahl liegt, bezogen auf 100 000 Einwohner, deutlich niedriger als im Landesvergleich (5772 gegenüber 7677). Sie bildet ebenfalls den niedrigsten Indikator im Zehn-Jahres-Vergleich.

Geringfügig schlechter als durchschnittlich in NRW und leicht höher als in 2016 fällt die Aufklärungsquote aus. Mehr als jede zweite Straftat konnte im Kreis Steinfurt aufgeklärt werden. Die Chance, dass man gepackt wird, ist hoch“, erklärte Fichtner. Klatt bewertete das Ergebnis zugleich auch als Ansporn, die Polizeiarbeit weiter zu verbessern.

Der Blick in die Statistiken zeigt auch, dass Diebstahl trotz eines zehnprozentigen Rückgangs der Fälle (weiterer Niedrigwert in zehn Jahren) mit Abstand den größten Anteil der Verbrechen ausmacht. Gut 20 Prozent entfallen auf Vermögens- und Fälschungsdelikte. Mit drei Prozent fällt der Anteil an Gewaltkriminalität (Mord, Totschlag, Raub, Vergewaltigung, gefährliche und schwere Körperverletzung etc.) eher gering aus. In 777 Fällen wurde in diesem Bereich in 2017 ermittelt, zweimal auch, nachdem Menschen ums Leben gekommen waren.

Was Wohnungseinbrüche betrifft, so sind die Zahlen rückläufig. Es gibt allerdings im Einzugsbereich der verschiedenen Wachen unterschiedliche Entwicklungen. Fichtner kündigte in diesem Zusammenhang an, weiter verstärkt Aufklärungsarbeit und Opferschutz zu betreiben. Die Statistik belegt auch hier, dass das Beratungsangebot der Polizei immer häufiger genutzt wird – und Wirkung zeigt, wie Fichtner unter anderem an der rückläufigen Zahl von Fahrraddiebstählen (niedrigster Stand seit 20 Jahren) belegte. Gut gesichertes Eigentum, das gilt natürlich für alles, was einem lieb und teuer ist, mache jedem Langfinger das Leben schwer.

Wert legte die Polizeiführung noch auf eine andere Sache: Zuwanderung habe definitiv nichts mit größerer krimineller Energie von Straftätern zu tun. Hier würden wiederholt falsche Verdächtigungen mit der Folge gemacht, dass Vorurteile geschürt werden.

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