AfD-Populist in Ahlen
Bunter Protest gegen rechts

Ahlen -

Im Saal schwüle Deutschtümelei, davor wütende Proteste: AfD-Rechtsausleger Björn Höcke hat am Freitagabend in Ahlen an ei­ner Veranstaltung der selbst erklärten „Alternative für Deutschland“ teilgenommen. Das Treffen der Rechten löste vielköpfige Proteste aus.

Freitag, 13.04.2018, 21:41 Uhr

Debatten über den Sperrzaun: Im Vorfeld der AfD-Veranstaltung in Ahlen debattieren Rechtspopulisten und Demonstranten. Inhaltlich kommen beide Seiten nicht zusammen.
Debatten über den Sperrzaun: Im Vorfeld der AfD-Veranstaltung in Ahlen debattieren Rechtspopulisten und Demonstranten. Inhaltlich kommen beide Seiten nicht zusammen. Foto: Gunnar A. Pier

Links die Rechten, rechts die Linken und AfD-Gegner, dazwischen ein Metallzaun. Im Vorfeld standen sich beide Seiten zunächst auf dem Rathausvorplatz anderthalb Stunden gegenüber, erstaunlich friedlich und bemerkenswert ruhig.

16.30 Uhr: Der Platz vor dem großen Glaskasten, der Stadtverwaltung und Stadthalle in sich birgt, füllt sich langsam. Sehr langsam. Par teien, Kirchen, sonstige Gruppen: Der Kreis derer, die ge­gen das Treffen der Rechten aufbegehren, ist ein ziemlich bunter Haufen. Etwas mehr als 500 De­monstranten sind gekommen.

Die Zahl der AfD-Anhänger ist jedoch größer. Die sind vor allem gekommen, um den Rechtspopulisten aus dem Osten zu erleben. Doch Höcke, AfD-Landeschef in Thüringen und Fraktionschef im Erfurter Landtag, lässt auf sich warten.

AfD-Veranstaltung mit Björn Höcke am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen

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  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Über 600 Interessierte waren in die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rund 500 Gegendemonstranten waren vor die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rund 500 Gegendemonstranten waren vor die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Steffen Christ (Bezirkssprecher Münster) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rund 500 Gegendemonstranten waren vor die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rund 500 Gegendemonstranten waren vor die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rund 500 Gegendemonstranten waren vor die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rund 500 Gegendemonstranten waren vor die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Rund 500 Gegendemonstranten waren vor die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rund 500 Gegendemonstranten waren vor die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Rund 500 Gegendemonstranten waren vor die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Steffen Christ bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen mit Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) und vielen Gegendemonstranten

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Steffen Christ bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen mit Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) und vielen Gegendemonstranten

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thomas Röckemann (NRW-Landessprecher) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thomas Röckemann (NRW-Landessprecher) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Über 600 Interessierte waren in die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Über 600 Interessierte waren in die Stadthalle Ahlen gekommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Steffen Christ (Bezirkssprecher Münster) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Steffen Christ mit Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Selfies im Foyer.

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  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

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  • Selfies im Foyer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

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  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

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  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

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  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

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  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

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  • Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • -Björn Höcke (Landessprecher Thüringen) bei der Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) am 13. April 2018 in der Stadthalle Ahlen.

    Foto: Gunnar A. Pier

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup (SPD) ist der erste Redner der Demonstranten. Er wettert gegen die Rechten, deren „politisches Verständnis auf Feindbildern“ beruhe. „Wir lassen uns von denen nicht unser Leben bestimmen“, ruft er und erntet Applaus. Seltene Trillerpfeiferei, wenige Sprechchöre, nicht übermäßig viele Plakate: Der Protest in Ahlen bleibt zwar verhalten, ist aber dennoch wütend und beharrlich.

Auffällig ist: Es hat sich offenkundig etwas verändert in der politischen Kultur. Als die AfD im vergangenen Jahr in Münster ihren Neujahrsempfang abhielt, war es für die Teilnehmer ein echter Spießrutenlauf. Dementsprechend unauffällig versuchten viele, ins historische Rathaus zu huschen.

AfD-NRW-Chef verhebt sich

In Ahlen präsentieren sich Parteigänger und Sympathisanten vor der Stadthalle sehr offen, sehr selbstbewusst und mannstark. Von 650 Teilnehmern spricht AfD-Bezirksverbandssprecher Steffen Christ. Die Stadthalle jedenfalls ist später gut gefüllt.

Protest gegen AfD-Veranstaltung in Ahlen

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  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
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  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
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  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke
  • „Ahlen bleibt bunt“ war das Motto der Kundgebung auf dem Rathausvorplatz mit etwa 400 Teilnehmern. Foto: Peter Harke

Thomas Röckemann gibt den Ein peitscher. „Bananenrepublik“, „unkontrollierte Einwanderung“, „misslungene Integration“ sind seine Schlüsselwör ter. Der AfD-NRW-Chef versucht sich an ei­ner Lehrstunde in Parlamentarismus und politischer Theorie – und verhebt sich.

Nach rechts abgedriftet

Anderthalb Stunden geht das so. Dann kommt Höcke, der Rechte der extremen Rechten, der durch seine völkisch-rassistischen Ausfälle immer wieder provoziert. Als der 46-Jährige den Saal betritt, ist es fast halb acht.

Höcke startet staatsmännisch, spricht von Syrien und deutschen Interessen in der Welt, fordert eine „Rückbesinnung auf Bismarck“, beschwört „den Niedergang Nordrhein-Westfalens“ und dreht langsam immer weiter nach rechts. Eine lange Stunde geht das so. Die Demonstranten sind da schon ins Wochenende gegangen. Es dämmert, abgesehen von einigen Polizisten ist der Platz leer.

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