ABC-Alarm in Westerkappeln
Radioaktiv belastete Postsendung

Westerkappeln -

Mit einem massiven Aufgebot an Einsatzkräften und -material sind am Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt. Grund war eine radioaktiv belastete Postsendung, die an eine Lehrerin aus Bramsche adressiert war.

Montag, 14.05.2018, 20:51 Uhr

In ihren orangefarbenen Schutzanzügen betraten Spezialkräfte der Feuerwehr Ibbenbüren das Bauernhofgebäude an der Bramscher Straße, um das radioaktive Material zu untersuchen, das eine Bewohnerin zuvor in einem Paket geliefert bekommen hatte.
In ihren orangefarbenen Schutzanzügen betraten Spezialkräfte der Feuerwehr Ibbenbüren das Bauernhofgebäude an der Bramscher Straße, um das radioaktive Material zu untersuchen, das eine Bewohnerin zuvor in einem Paket geliefert bekommen hatte. Foto: Katja Niemeyer

Der Großeinsatz, der wegen radioaktiv belasteter Stoffe ausgelöst worden war, zog sich über mehrere Stunden hin. Am Ende stellten die Spezialkräfte der Feuerwehr ein weniger als einen Zentimeter kleines Stück radioaktiv verseuchten Materials sicher. Laut Einsatzleiter Marko Lammerskitten von der Feuerwehr Ibbenbüren bestand aber zu keiner Zeit Gefahr für die Bewohner des Hauses. „Das Material ist unbedenklich“, sagte Lammerskitten.

Warnhinweis auf kleiner Schachtel

Was war geschehen? Auf einem Bauernhof an der Bramscher Straße hatte am Nachmittag ein Bote ein Paket abgeliefert. Darin, so berichtete die Bewohnerin des Hauses, sollte sich Material für einen Physikunterricht befinden. Dieses hatte die Lehrerin bei einer Firma bestellt.

Als sie das Paket geöffnet hatte, befand sich darin aber nicht nur die georderte Ware, sondern auch eine kleine Schachtel, an der das Strahlenwarnzeichen haftete, das üblicherweise auf Behältern für radioaktive Stoffe hinweist.

Radioaktiv belastete Postsendung

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  • Mit einem massiven Aufgebot an Kräften und Material sind am späten Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt.

    Foto: Katja Niemeyer
  • Mit einem massiven Aufgebot an Kräften und Material sind am späten Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt.

    Foto: Katja Niemeyer
  • Mit einem massiven Aufgebot an Kräften und Material sind am späten Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt.

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  • Mit einem massiven Aufgebot an Kräften und Material sind am späten Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt.

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  • Mit einem massiven Aufgebot an Kräften und Material sind am späten Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt.

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  • Mit einem massiven Aufgebot an Kräften und Material sind am späten Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt.

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  • Mit einem massiven Aufgebot an Kräften und Material sind am späten Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt.

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  • Mit einem massiven Aufgebot an Kräften und Material sind am späten Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt.

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  • Mit einem massiven Aufgebot an Kräften und Material sind am späten Montag gegen 16.30 Uhr die Feuerwehren von Westerkappeln und Ibbenbüren zu einem Einsatz in Seeste ausgerückt.

    Foto: Katja Niemeyer

Geigerzähler bestätigt Verdacht

Die Frau war alarmiert und besorgte, wie sie vor Ort berichtet, aus ihrer Schule einen Geigerzähler. Weil dieser ihr zufolge einen erhöhten Wert anzeigte, habe sie den Fall einer Fachstelle bei der Bezirksregierung Münster gemeldet, die daraufhin die Gemeindeverwaltung auf den Plan rief. Die wiederum informierte die Freiwillige Feuerwehr Westerkappeln, die sodann die Ibbenbürener Wehr um Unterstützung bat, die schließlich mit ABC-Spezialkräften anrückte.

In ihren orangefarbenen Schutzanzügen und mit Atemschutzmasken betraten die Männer das Bauernhofgebäude und untersuchten das kleine Stück radioaktives Material. Einsatzleiter Lammerskitten berichtete später, dass dabei eine Radioaktivität von 0,3 Mikrosievert festgestellt wurde.

Entwarnung für Betroffene

Auf der Straße vor dem Bauernhof wurden derweil zwei Frauen, die sich während der Paketlieferung im Haus aufgehalten hatten, mit einem Geigerzähler auf möglicherweise erhöhte Radioaktivität an ihrem Körper untersucht. Schon wenige Minuten später gab der Einsatzleiter aber Entwarnung. Es sei keine erhöhte Gammastrahlung festgestellt worden.

Die Bramscher Straße war für mehr als zwei Stunden in beiden Richtungen für den Verkehr gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr Westerkappeln war mit zwei Fahrzeugen im Einsatz. Die Ibbenbürener fuhr mit fünf Fahrzeugen und rund 18 Kameraden an. Auch ein Rettungswagen war vorsorglich vor Ort.

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