Projekt für Bedürftige in Bocholt
„Schiebung“ an der Kaffeebar

Bocholt -

In Bocholt können Bedürftige ab sofort einen „geschobenen Kaffee“ bekommen. Die Idee: Ein Gast bestellt und bezahlt zwei Kaffees, trinkt aber nur einen selbst. 

Freitag, 29.06.2018, 21:18 Uhr

Projekt für Bedürftige in Bocholt: „Schiebung“ an der Kaffeebar
Foto: Colourbox.de

Den anderen Kaffee kann jemand trinken, der sich sonst keinen Kaffee in einem Café leisten könnte. Initiiert hat das Projekt das Berufskolleg am Wasserturm in Kooperation mit der Bäckerei Gildhuis und dem Huckleberry’s.

Auf das Projekt „Geschobener Kaffee“ ist Miriam Pietzka, die am Berufskolleg am Wasserturm unterrichtet, zum ersten Mal in einem Café in Düsseldorf aufmerksam geworden. „Da lagen Flyer auf dem Tisch, die darüber informiert haben“, erzählt Pietzka. Auf der Internetseite schaute sie nach, welche Cafés sich beteiligen. „Rund um Bocholt gab es auf der Karte keine Fähnchen“, sagt Pietzka. Im Ruhrgebiet gebe es dagegen jede Menge Cafés, die mitmachten.

Die Bocholterin schrieb alle Cafés in Bocholt an. „Geantwortet haben nur das Huckleberry‘s und Gildhuis“, berichtet sie. „Für die Cafés kostet es nichts, den geschobenen Kaffee anzubieten“, erklärt Pietzka. „Sie müssen sich nur überlegen, wie sie das diskret machen können.“ Für Mitstreiterin Paula Amler ist das ein wichtiger Punkt: „Viele Bedürftige schämen sich, nach einem geschobenen Kaffee zu fragen.“ Das soll sich durch das Projekt ändern.

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