Versicherung
Provinzial-Fusion soll 500 Arbeitsplätze kosten

Münster/Düsseldorf -

Die Fusion der Provinzial Nord-West und Rheinland wird sich auch auf Arbeitsplätze auswirken. 500 Jobs sollen abgebaut werden – auch in Münster.

Mittwoch, 05.09.2018, 19:17 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 05.09.2018, 18:49 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 05.09.2018, 19:17 Uhr
Versicherung: Provinzial-Fusion soll 500 Arbeitsplätze kosten
Die Zentrale der Provinzial-Versicherung Foto: dpa

Durch die geplante Fusion der beiden großen Versicherungsinstitute Provinzial Nord-West in Münster und Provinzial Rheinland in Düsseldorf sollen im Rahmen der natürlichen Fluktuation rund 500 von zukünftig gemeinsam über 5000 Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut werden. Zu betriebsbedingten Kündigung soll es nach Informationen unserer Zeitung aber nicht kommen, lautet das formulierte Ziel.

Der umfangreiche Fusionsprozess zwischen beiden Häusern ist mit der Veröffentlichung einer Absichtserklärung am Dienstag offiziell eingeleitet worden. Bereits im September sollen sich die Gremien bei den Eigentümern, also bei den Sparkassen und Landschaftsverbänden, mit dem nunmehr fünften Fusionsanlauf beschäftigen. Formal soll die Provinzial Rheinland im kommenden Jahr ihre Anteile auf die Provinzial Nord-West übertragen. Hauptsitz des Großkonzerns soll Münster sein, wofür sich vor allem LWL-Direktor Matthias Löb stark macht.

Ausschluss von Teilprivatisierung 

Interessant sind zwei Sicherungsklauseln bei einem möglichen Zusammenschluss mit den Rheinländern: Zu einem sollen mögliche zukünftige Standortfragen nur einstimmig entschieden werden können. Das bedeutet, dass die Politik stets ein Wörtchen mitredet.

Zum anderen soll eine Veränderungssperre bei den Anteilseignern gelten. Eine Teilprivatisierung würde damit ausgeschlossen. Die Fusionspläne vor sechs Jahren waren unter anderem daran gescheitert, dass Anteile an den privaten Versicherungskonzern Allianz veräußert werden sollten.  

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